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16:27 12.06.2019
Der VW-Konzern beendet die Kooperation mit der amerikanischen Roboterautofirma Aurora. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Hannover

Volkswagen steuert bei der Entwicklung von Roboterautos auf eine Zusammenarbeit mit Ford zu. Aus diesem Grund hat der Konzern die Kooperation mit dem amerikanischen Start-up Aurora beendet und bereitet dem Vernehmen nach auch eine Beteiligung an der Ford-Tochter Argo vor, die Softwaresysteme für autonom fahrende Autos entwickelt. Die Gespräche mit Ford über eine Zusammenarbeit machten „gute Fortschritte“, sagte ein VW-Sprecher am Mittwoch. Unterdessen hat Aurora gemeinsame Projekte mit dem Autobauer Fiat-Chrysler angekündigt.

Autonomes Fahren ist noch zu teuer

Hinter dem Partnerwechsel steht ein Strategieschwenk: Anfang vergangenen Jahres wollte Volkswagen zusammen mit Aurora möglichst schnell eine Testflotte von selbstfahrenden Autos aufbauen und die technischen Systeme aus dem Silicon Valley langfristig für alle Marken und Modelle des Konzerns nutzen. In der Zwischenzeit hat man sich bei dem Wolfsburger Autobauer neu orientiert. Für Pkw gilt die notwendige Ausrüstung mit Sensoren und Prozessoren für das autonome Fahren noch als zu teuer – der Konzern wolle sich zunächst auf kommerzielle Anwendungen bei Sammeltaxis und Kleinbussen konzentrieren, heißt es.

Auch deshalb wurde die Federführung bei der Entwicklung des autonomen Fahrens zuletzt auf Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) übertragen. In Hannover werden die Transporter gebaut – sie sollen in Zukunft fahrerlos auf den Straßen unterwegs sein. Der Fahrdienst Moia ist dafür ein Vorbote. Der Konzern sondiert damit die Nachfrage und gewinnt Erkenntnisse und Erfahrungen zum Verhalten der Kunden. Solange die Kleinbusse aber nicht ohne Fahrer auskommen, könne man damit kein Geld verdienen, heißt es bei VWN.

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