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Wirtschaft Aus Johnson Controls Power Solutions wird Clarios
Nachrichten Wirtschaft Aus Johnson Controls Power Solutions wird Clarios
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14:39 02.05.2019
Clarios Logo Quelle: Clarios
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Hannover

Einer der größten Arbeitgeber Hannovers ändert seinen Namen: Der Autobatteriehersteller Johnson Controls Power Solutions heißt ab sofort Clarios. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Der neue Namen stehe sinnbildlich für „Klarheit für die Zukunft“, erklärte ein Sprecher.

Hintergrund der Umbenennung ist der Verkauf des Unternehmens. Seit dem 30. April gehört der Batteriehersteller nicht mehr zum amerikanischen Industriekonzern Johnson Controls, sondern zu der kanadischen Finanzholding Brookfield Business Partners. Den Verkauf hatte Johnson Controls im November angekündigt.

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Clarios beschäftigt an weltweit 56 Standorten rund 16.000 Mitarbeiter. Die Zentrale befindet sich in Wisconsin in den USA. In Hannover-Stöcken liegen die Europa-Zentrale und ein wichtiges Werk, insgesamt arbeiten hier 1300 Menschen. Damit gehört Clarios zu den 20 größten Unternehmen der niedersächsischen Landeshauptstadt. Die Geschichte des Standorts geht zurück bis in die Dreißiger Jahre, er gehörte jahrzehntelang zum Varta-Konzern.

Clarios produziert weiterhin in erster Linie Starterbatterien für Autos und Nutzfahrzeuge – vor allem klassische Blei-Säure-Batterien und moderne Start-Stop-Batterien, nicht die größeren Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos. Letztere brauchen in der Regel weiterhin auch eine Starterbatterie.

Keine Schließungen geplant

„Als Marktführer mit einem Produkt, das in praktisch jedem Fahrzeug – von konventionell bis vollelektrisch – eingesetzt wird, sind wir gut positioniert, um von den Markttrends zu profitieren“, sagte Konzernchef Joe Walicki am Donnerstag. Batterien würden immer wichtiger, „da in den heutigen Fahrzeugen mehr als hundert elektrische Geräte eingebaut sind“.

Man werde die „bisherige Produktions- und Vertriebspräsenz rund um die Welt beibehalten“, erklärte Clarios darüber hinaus. Standortschließungen sind also nicht geplant. Der ehemalige Eigentümer Johnson Controls konzentriert sich nun auf sein Hauptgeschäft, die Gebäudetechnik.

Von Christian Wölbert

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