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Wirtschaft Augsburg startet die bundesweit erste Flatrate für den Nahverkehr
Nachrichten Wirtschaft Augsburg startet die bundesweit erste Flatrate für den Nahverkehr
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09:06 02.11.2019
Augsburg hat eine Flatrate für den Nahverkehr eingeführt. Ab 2020 sollen Bus und Straßenbahn in der Innenstadt sogar umsonst sein. Quelle: imago images/reportandum
Augsburg

Augsburg hat eine Flatrate für den Nahverkehr eingeführt. Seit diesem Freitag können die Einwohner der bayerischen Stadt sämtliche öffentliche Verkehrsmittel für einen Fixpreis nutzen. In der „Mobil-Flat“ der Stadtwerke sind alle Fahrten mit Bus und Straßenbahn enthalten und – in begrenztem Umfang – Leihräder und Carsharing. Laut Stadtwerken handelt es sich um das bundesweit erste Angebot dieser Art.

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Kunden der Stadtwerke können zwischen zwei Angeboten wählen: Die „kleine“ Flat kostet 79 Euro monatlich. Darin enthalten sind außer die Nutzung von Bussen und Bahnen weitere 15 Stunden oder 150 Kilometer Strecke mit geliehenen Autos. Die große Version kostet 109 Euro. Für den Aufpreis können Abonnenten bis zu 30 Stunden und ohne Kilometerbegrenzung eines der 200 Carsharing-Fahrzeuge nutzen. Beide Pakete enthalten zusätzlich jeweils eine 30-minütige Leihradnutzung.

Ab 2020: Bus und Bahn in der Innenstadt umsonst

Die Stadt Augsburg setzt darauf, öffentliche Verkehrsmittel so attraktiv wie möglich zu machen. Ab 2020 sollen Busse und Trams in der „City-Zone“ sogar kostenlos genutzt werden können. Der Innenstadtbereich mit neun Stationen wäre also für alle Augsburger frei. Laut Stadtwerken fahren die Busse schon heute mit klimaneutralem Bioerdgas, die Straßenbahnen mit 100 Prozent Ökostrom. 25.000 Menschen hätten bereits ein Abo für Bus und Straßenbahn, 2000 Augsburger nutzten Carsharing – mit steigender Tendenz.

Verkehrsforscher halten das Augsburger Konzept für wegweisend. „Es muss möglich sein, dass auch jemand ohne Auto ohne große Einbußen flexibel leben kann. Und genau da müssen wir hin“, sagte der Wissenschaftler Harald Kipke von der Technischen Hochschule Nürnberg. In Augsburg setzen die Stadtwerke auf mehr Kunden, um ihre Abomodelle zu finanzieren. Alleine sei der öffentliche Nahverkehr ein Defizitgeschäft, so Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg. Mit Carsharing und Rad unter einem Dach gelte aber: Die Masse macht’s.

RND/fh

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