Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Arbeitsmarkt bleibt 2012 stabil
Nachrichten Wirtschaft Arbeitsmarkt bleibt 2012 stabil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:22 28.12.2011
Foto: Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen wird auch 2012 stabil bleiben.
Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen wird auch 2012 stabil bleiben. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Anzeige
Hannover

Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen und Bremen wird die erwartete Abkühlung der Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit 2012 nicht zu spüren bekommen. „Wir rechnen trotz der insgesamt unsicheren Rahmenbedingungen damit, dass sich die Arbeitslosenzahlen auch im nächsten Jahr weiter reduzieren werden“, sagte der Sprecher der Regionaldirektion der Arbeitsagentur (BA), Michael Köster. Der Rückgang werde jedoch deutlich geringer sein als 2011.

„Das ist aber nichts Ungewöhnliches“, erklärte Köster. „Denn wir hatten schon dieses Jahr eine außergewöhnlich gute Entwicklung und ein sehr starkes Beschäftigungswachstum.“ Im November war die Zahl der Erwerbslosen in Nordwestdeutschland auf unter eine Viertelmillion gesunken. 248.696 Menschen waren arbeitslos, ein Prozent weniger als im Oktober und 8,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. „Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt wird sich gegenüber 2011 verlangsamen“, schränkte der BA-Sprecher ein. Von einem Konjunkturknick müsse man indes noch nicht sprechen: „Das ist ein ganz natürlicher Vorgang.“

Vor allem in den technischen Berufen werde sich der Fachkräftemangel noch verschärfen, glaubt Köster - mit entsprechenden Chancen für qualifizierte Schul- und Universitätsabgänger. „Aber auch im Sozialwesen und in der Gesundheit wird der Bedarf auf einem hohen Niveau bleiben. Aktuell können wir jedenfalls noch gar keine Zurückhaltung der Arbeitgeber bei Neueinstellungen beobachten.“

Junge Leute haben nach seiner Einschätzung in Niedersachsen ebenfalls weiter gute Aussichten. Die EU-Kommission hatte vor kurzem vor einer steigenden Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa gewarnt. „Deutschland ist hier im Vergleich zu Staaten wie Griechenland oder Spanien in einer außerordentlich guten Situation“, meinte Köster. „Und das trifft auch für Niedersachsen und Bremen zu.“

Wegen des geringeren Betreuungsbedarfs infolge der sinkenden Arbeitslosigkeit will die BA Tausende Stellen einsparen. Wie viele der von BA-Chef Frank Weise ins Spiel gebrachten 17.000 Arbeitsplätze bis 2015 in Niedersachsen und Bremen wegfallen sollen, sei noch nicht geklärt, sagte Köster. „Wir haben 2008 und 2009 das Personal aufgestockt zur Bewältigung der Wirtschaftskrise.“ Die Verträge von damals 10.000 befristet Eingestellten laufen nun aus. Bei der Betreuung der Arbeitslosen seien aber keine Probleme zu erwarten.

„Außerdem gehen in der Grundsicherung einzelne Jobcenter in kommunale Trägerschaft über“, berichtete Köster - bundesweit seien davon etwa 4000 Kollegen betroffen. In Niedersachsen wird es zusätzlich zu den 13 bestehenden vier weitere dieser sogenannten Optionskommunen geben, in denen die Zuständigkeit vom Bund auf die Gemeinde wechselt - konkret in Aurich, Wittmund, Friesland und Schaumburg.

Mit dem Personalabbau ist auch eine Fusion von Agenturen verbunden. Standorte werden zusammengefasst in Bremen und Bremerhaven, Goslar und Braunschweig, Emden und Leer, Nienburg und Verden, Oldenburg und Wilhelmshaven sowie Lüneburg und Uelzen. „Die Ansprechpartner für die Kunden bleiben die gleichen“, sagte Köster.

dpa

Mehr zum Thema

Das zu Ende gehende Jahr beschert den rund 50.000 Mitarbeitern des hannoverschen Continental-Konzerns eine schöne Bescherung: Sie bekommen einen Rekordbonus ausgezahlt.

Lars Ruzic 26.12.2011

Kein börsennotierter Konzern aus Deutschland schafft derzeit so viele neue Jobs wie VW. Fern der absoluten Zahlen und relativ gemessen an der Ausgangsbasis überraschen allerdings auch eher unbekannte Namen; etwa das Mdax-Unternehmen GEA aus Düsseldorf.

26.12.2011

Rappelvolle Innenstädte, voll besetzte Parkhäuser – der letzte Samstag vor Heiligabend hat die Erwartungen der Einzelhändler in Niedersachsen nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Eine Woche vor dem Fest ist die Branche guten Mutes, dass ihr die Kauflust der Kunden ein sattes Umsatzplus bescheren könnte.

17.12.2011