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Wirtschaft Blockaden bei der IAA: Klimarebellen wollen nur mit VW-Boss Diess reden
Nachrichten Wirtschaft Blockaden bei der IAA: Klimarebellen wollen nur mit VW-Boss Diess reden
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19:09 05.09.2019
Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen: Er will VW zu einem grünen Konzern umbauen.
Frankfurt/Main

Volkswagen-Chef Herbert Diess wird am Montag mit der Klimaaktivistin Tina Velo von der Gruppe „Sand im Getriebe“ diskutieren. Die Gruppe ruft zur Blockade der Automesse IAA am kommenden Sonntag auf und rechnet mit mehreren Hundert Teilnehmern. Das Gespräch wird auf Einladung und unter Moderation der „tageszeitung“ (taz) stattfinden und live übertragen. Tina Velo ist ein Pseudonym. Dahinter steckt eine 33-jährige Berliner Politikwissenschaftlerin – und „begeisterte Radfahrerin“. Mehr soll man von ihr nicht wissen, die Gruppe agiert klandestin.

Gruppe will Messe am Sonntag lahmlegen

Die Gruppe „Sand im Getriebe“ sieht sich als Teil der globalen „Klimagerechtigkeitsbewegung“. Sie will mit mehreren Hundert Teilnehmern die Messe am Publikumssonntag lahmlegen. Die Autoindustrie sieht sie als „kriminelle Industrie“. Sprecherin Tina Velo sagt: „Verkehr ist der einzige Bereich in Deutschland, in dem die CO2-Emissionen weiter steigen, und einer der maßgeblichen Gründe, warum Deutschland seine Klimaziele nie erreichen wird.“

VW will nicht das Klima retten, VW will Autos verkaufen.

Tina Velo,;Umweltaktivistin

Ein Gespräch mit dem Verband der Autoindustrie lehnte die Gruppe ab. Mit dem „Konglomerat aus Politik und Autoindustrie“ gebe es keine Gesprächsebene. Mit dem Volkswagen-Konzern scheint es sie zu geben: Sowohl Velo als auch Diess sagten auf „taz“-Anfrage sofort zu. Der Konzernchef hatte in der Vergangenheit öffentlich Fridays for Future unterstützt und angekündigt, dass die Fahrzeuge des VW-Konzerns bis 2050 emissionsfrei fahren werden.

Tina Velo ist dennoch skeptisch: „VW will nicht das Klima retten, VW will Autos verkaufen“, sagt sie. Ginge es nach ihr, sollten die Städte möglichst schnell autofrei werden und die Autokonzerne mittelfristig keine Fahrzeuge für den Individualverkehr mehr bauen, sondern sich auf Straßenbahnen und Busse konzentrieren.

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Von Jan Sternberg/RND

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