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Wirtschaft Allianz mit Sixt und mehr: So geht es bei Audi weiter
Nachrichten Wirtschaft Allianz mit Sixt und mehr: So geht es bei Audi weiter
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18:55 23.05.2019
Audi-Chef Schot erklärt die Strategie. Quelle: Foto: Sepp Spiegl/Imago
München

Hauptversammlungen der VW-Tochter Audi waren in den letzten Jahren meist dröge Veranstaltungen mit dem inzwischen vor die Tür gesetzten Firmenchef Rupert Stadler als Protagonisten. Beim diesjährigen Aktionärstreffen war der tief gefallene Manager nur insofern präsent, als seine Entlastung vertagt wurde, bis klar ist, welche Rolle er beim Dieselskandal gespielt hat.

Zudem würde die Prüfung eventueller Regressforderungen an Ex-Vorstände andauern, merkte VW-Boss Herbert Diess in seiner Funktion als Audi-Aufsichtsratschef an.

Mehr zu verkünden hatte der neue Audi-Chef Bram Schot. Er präsentierte Details seiner Strategie. In deren Zentrum stehen anspruchsvollere Ziele zur Elektrifizierung der Audi-Flotte sowie eine Kooperation mit Autovermieter Sixt bei Mobilitätsdiensten. „Wir wollen unser Angebot mit einem großen Partner skalieren – mit Sixt“, kündigte Schot für das vierte Quartal 2019 an. Dann könne jeder Kunde per App über Sixt Audi-Modelle nutzen, und zwar zeitlich flexibel von einer Stunde bis zum Ganzjahresleasing. „So etwas gibt es derzeit nicht am Markt“, betont Schot.

Bündnis mit Sixt

Gleichzeitig bilden sich damit im deutschen Markt für Mobilitätsdienste im Premiumsegment zwei Gruppen heraus. Auf der einen Seite stehen Daimler und BMW, die von Carsharing über Fahrtenvermittlung bis zu Parkservices kooperieren. Auf der anderen Seite verbünden sich Audi und Sixt mit ähnlichen Angeboten.

Das über den Münchner Autovermieter verfügbare Angebot an zunächst bis zu 10 000 Audi-Fahrzeugen auf Abruf solle nach und nach europaweit ausgerollt werden, sagte Schot. Sixt ist mit einem umfassenden Mobilitätsdienst Anfang März an den Start gegangen und nutzt dabei die bestehende Infrastruktur des Autovermietungsgeschäfts, wovon demnächst auch Audi profitiert.

Mehr E-Autos

Zudem drückt die Ingolstädter Audi-Tochter bei der Elektrifizierung ihrer Modellpalette aufs Tempo. Statt eines Drittels sollen bis 2025 nun 40 Prozent aller globalen Verkäufe elektrifizierte Autos sein, kündigte Schot an. In absoluten Zahlen seien das rund eine Million Fahrzeuge. Damit ist klar, dass Audi 2025 insgesamt 2,5 Millionen Autos weltweit verkaufen will. Voriges Jahr waren es rund 1,8 Millionen Fahrzeuge.

Schuldig blieb Audi beim Aktionärstreffen Konkretisierungen beim parallel verfolgten Sparkurs. Zwar unterstrichen Schot und Finanzchef Alexander Seitz, dass frei werdende Stellen nicht mehr in jedem Fall wiederbesetzt werden, wie viele Jobs auf diese Weise aber insgesamt abgeschmolzen werden, bleibt offen.

Dazu führe man Gespräche mit den Sozialpartnern, erklärte Seitz. Was das bedeuten kann, zeigt ein Beispiel aus dem Stammwerk Ingolstadt, wo jüngst eine Nachtschicht gestrichen worden ist. Auch außertarifliche Leistungen stehen auf dem Prüfstand. Insgesamt sollen bis 2022 rund 15 Milliarden Euro gespart werden.

Von RND/Thomas Magenheim

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