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Promis Kommentar: Warum Michael-Jackson-Songs trotz Missbrauchsvorwürfen angehört werden dürfen
Nachrichten Promis Kommentar: Warum Michael-Jackson-Songs trotz Missbrauchsvorwürfen angehört werden dürfen
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18:52 24.06.2019
Die Buchstaben "MJ" stehen umringt von Blumen, Bildern und Kerzen vor der Gedenkfeier zum 10. Todestag von Michael Jackson an dessen Denkmal am Promenadeplatz in München. Quelle: Tobias Hase/dpa
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Hannover

Michael Jacksons „Man in the Mirror“ läuft im Radio. Der Song gefällt mir, also höre ich ihn bis zum Ende an. Ganz klar. Und nicht etwa, weil die Pädophilie Jacksons bis heute unbewiesen und ohne Gerichtsurteil ist. Sondern weil der Song keine Untat begangen hat (oder darstellt) und ich ihn nicht in meine (unsichere) Beurteilung des Menschen Jackson einbeziehen will.

Der notorische Rollenspieler David Bowie hat 1976 gesagt: „Adolf Hitler war einer der ersten Rockstars.“ Trotzdem höre ich Bowies Lieder. Nicht etwa, weil sein eitles NS-Blabla nur ein kurzes Kokettieren blieb, sondern weil die Songs Bowies per se nicht nazistisch sind.

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Erst wenn Musik selbst zu Hass, Gewalt, Missbrauch aufruft, wird sie unhörbar

Erst wenn in der Musik selbst zu Hass, Gewalt, Missbrauch aufgerufen wird, wie es das seit 1977, seit dem Rechtspunk der Band Skrewdriver, auch gibt, wird sie für mich unhörbar. Selbst wenn die Melodie so schön wäre wie die von „Yesterday“.

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Von Matthias Halbig/RND