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Niedersachsen Niedersachsen gibt 20 Millionen Euro für bessere Pflege auf dem Land
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14:26 27.05.2019
Carola Reimann (SPD), Sozialministerin in Niedersachsen, spricht bei einer Pressekonferenz zu einem Förderprogramm zur Stärkung der ambulanten Pflege im ländlichen Raum. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Hannover

Das Land Niedersachsen will die ambulante Pflege im ländlichen Raum in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 20 Millionen Euro unterstützen. Vom laufenden Jahr an bis 2022 sollen jährlich fünf Millionen Euro in entsprechende Projekte fließen, kündigte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) am Montag in Hannover an. Gefördert würden einzelne Projekte, die die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern.

Praktische Projektförderung

Die Förderung knüpft an ein im Jahr 2016 entwickeltes Programm an und wendet sich an Pflegeeinrichtungen, die außerhalb der großen und größeren Städte liegen. Neu ist nach Reimanns Worten, dass auch Pflegedienste eine Förderung beantragen können, die in Niedersachsen zwar arbeiten, aber deren Trägerdienste auch außerhalb Niedersachsens sitzen. „Gerade auf dem Land haben die ambulanten Dienste noch mehr zu Leisten, hier leben noch mehr ältere Menschen und sind die Wege länger“, sagte die Ministerin. Man wolle ganz gezielt diejenigen Dienste fördern, die gute Modelle zur Verbesserung von Familie und Beruf böten oder auch neue technische Möglichkeiten nützten wie etwa Tablets zur Dokumentation. „Die 20 Millionen Euro sind aber kein Allheilmittel für sämtliche Probleme in der ambulanten Pflege“, sagte die Ministerin.

40.000 Euro pro Vorhaben

Die neue Förderperiode beginnt rückwirkend zum Jahresanfang 2019. Projekte einzelner Pflegeanbieter können höchstens mit 40.000 Euro bezuschusst werden. Das Förderprogramm soll ausdrücklich nicht die auch aus Sicht der Ministerin mangelnde Vergütung weiter Wegstrecken ausgleichen. Erst am Freitag hatte die Pflegekammer Niedersachsen davor gewarnt, die ambulante Pflege stehe vor dem Kollaps, wenn Pflegekräfte bei der Versorgung von Menschen auf dem Land für die weiten Wegstrecken draufzahlen müssten.

Von Michael B. Berger

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