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Niedersachsen Schuldenturm von Lüneburgs Uni wächst
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17:00 14.02.2014
Von Klaus Wallbaum
Die Baustelle, an der das neue Gebäude entstehen soll. Quelle: dpa
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Hannover

Wichtige Ausstattungen wurden schlicht vergessen, Kostensteigerungen nicht beachtet. Die Oberfinanzdirektion (OFD) hat die bisherigen Planungen der Lüneburger Leuphana-Uni für das neue Zentralgebäude drastisch beurteilt. Von „schweren Fehlern“ spricht Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne), die diese Untersuchung gestern vorgelegt hat. Bei Abschätzung aller Risiken geht die OFD von vermutlichen Kosten in Höhe von 91,15 Millionen Euro aus - der Betrag ist wesentlich höher als die bisher von der Uni angegebenen 76 Millionen. Im schlimmsten aller möglichen Fälle drohten sogar Kosten von bis zu 125 Millionen Euro.

Heinen-Kljajic ließ offen, wer für die möglichen Mehrkosten aufzukommen hat. „Entweder wird die Leuphana ihren Kreditrahmen ausweiten, oder das Land muss eintreten“, sagte sie. Die vom Landesrechnungshof ins Gespräch gebrachte Alternative, den Rohbau abzureißen und einen kleineren Zweckbau an die Stelle zu setzen, rechne sich nicht. „Dann kämen etwa die gleichen Aufwendungen zum Tragen wie bei einem Weiterbau - abgesehen von der Frage, was ein solcher Schritt für die Region bedeuten würde.“

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Ursachen des Anstiegs seien Bauverzögerungen wegen der Witterung, technische Details und Mehraufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Heinen-Kljajic sprach davon, dass 2011 die Baukosten wohl bewusst zu tief kalkuliert wurden, nämlich um elf Millionen Euro. Inzwischen verschiebt sich auch der Zeitplan. Statt mit Sommer 2015 wird jetzt mit Ende 2016 gerechnet. Die Leuphana teilte mit, man sei sich der Risiken bewusst und habe Vorsorge getroffen. Der Steuerzahlerbund reagierte „fassungslos“. Die FDP verlangt, zügig Alternativen zu prüfen. Die SPD meint, die Hochschule dürfe jetzt nicht bei Forschung und Lehre kürzen. Die CDU fordert einen raschen Weiterbau, damit EU-Mittel nicht verfallen.

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