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Niedersachsen SPD: Jugendliche nicht in Warteschleifen parken
Nachrichten Politik Niedersachsen SPD: Jugendliche nicht in Warteschleifen parken
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19:04 18.09.2012
Von Saskia Döhner
Stephan Weil (SPD) besucht am Montag (30.07.2012) ein Mehrgenerationenhaus in Braunschweig. Der SPD-Spitzenkandidat für die kommenden Landtagswahlen in Niedersachsen und Hannover's Oberbürgermeister Stephan Weil besucht im Rahmen seiner Sommerreise "Unter
SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil Quelle: Dominique Leppin
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SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil will Schulabgängern ohne Lehrstelle schnell eine Perspektive bieten. So soll die einjährige Berufsfachschule beispielsweise als erstes Ausbildungsjahr anerkannt werden, schlug Weil gestern vor. Dazu seien ein hoher Praxisanteil in der Berufsschule und eine enge Abstimmung mit den Handwerksbetrieben nötig. „Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz bekommen, dürfen nicht mehr jahrelang in Berufsschulen Warteschleifen drehen.“

Jeder sechste Jugendliche in Niedersachsen schaffe nach der Schule nicht den nächsten Schritt auf den Arbeitsmarkt, bemängelte Weil. Besonders betroffen seien Hauptschüler und ausländische Jugendliche. Derzeit verharren landesweit rund 35000 Schüler im sogenannten Übergangssystem, darunter die meisten in der einjährigen Berufsfachschule. „In Niedersachsen befinden sich weit mehr Jugendliche in Warteschleifen als anderswo“, kritisierte der hannoversche Oberbürgermeister, der 2013 Ministerpräsident werden will. Wichtig sei zudem die Vorbeugung - dazu gehörten Berufsorientierung in allen Schulformen und intensive Förderung gerade von Kindern aus bildungsferneren Schichten.

CDU-Bildungsexperte Karl-Ludwig von Danwitz nannte Weils Forderungen einen alten Hut. Das Thema sei zu wichtig, um als Wahlkampfthema zu dienen.

Margit Kautenburger 16.09.2012
Klaus Wallbaum 12.09.2012