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Niedersachsen So feiert Niedersachsen in Berlin
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00:16 03.07.2014
Von Michael B. Berger
Foto: Gesellige Runde: Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD,Mitte) sitzt neben Alt-Bundespräsident Christian Wulff (CDU). Links sitzt der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann.
Gesellige Runde: Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD,Mitte) sitzt neben Alt-Bundespräsident Christian Wulff (CDU). Links sitzt der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann. Quelle: Dröse
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Berlin

Zu hören gab es brasilianische Rhythmen der Gruppe Alegria Combat, die mit Capoeira den Abend eröffneten, eine Art Kampftanz, der sich durch hohe Sprünge und Artistik auszeichnet.
Trotz des südamerikanischen Grundtones begrüßte Gastgeber Stephan Weil auf gut Niedersächsisch die Gäste: „Supp di duhn, freet di dick, hol din mohl von Politik“, was wohl frei übersetzt heißen könne, dass man mit vollem Mund nicht über Politik reden sollte. Aber das wollten die wenigsten. Alle kannten nur ein Thema, Fußball. 3:1 war die vorherrschende Prognose für das Spiel der Deutschen gegen Algerien. Natürlich für Deutschland. Nur Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok meinte, ein 2:1 „mit Hängen und Würgen“ sei drin. Dass es wirklich so eine Zitterpartie werden würde, hatte außer ihm jedoch kaum einer so recht geahnt.

Gerhard Schröder, der mit dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff am VW-Tisch saß, war an diesem Abend in erster Linie in die Landesvertretung gekommen, „um mit anständigen Menschen Fußball zu sehen“. Was auf mehreren großen Leinwänden auch möglich war – sogar überdacht. Denn am Abend hatte es in Berlin angefangen zu regnen.

Schröder und Wulff wurden von Weil herzlich als „niedersächsische Nationalmannschaft“ begrüßt, „als meine Vorgänger“. SPD-Chef Sigmar Gabriel, auch ein Vorgänger, hatte kurzfristig abgesagt. VW-Patriarch Ferdinand Piëch und Ehefrau Ursula mit VW-Chef Martin Winterkorn nahmen neben Wulff und Schröder Platz. Sie waren nicht die einzigen Wirtschaftsführer an diesem Abend, den Sponsoren mit 130 000 Euro bezuschusst haben (Gesamtkosten 160.000 Euro). Als Dank dafür drehte der Ministerpräsident eine Sponsorenrunde, setzte sich bei VW in einen Bentley, Jahrgang 1930, pickte beim Stand des Oldenburger Münsterlandes aus einem riesigen Erdbeerhaufen ein paar besonders dicke Stücke, warf bei der Mediengruppe Madsack, die auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung herausgibt, einen Kennerblick auf die deutsche Medienlandschaft oder ließ sich am Stand von Wintershall auf ein Tischfußballspiel ein. Nach der Runde, zu der etliche Ess- und Getränkestunden zählten, sagte Weil: „Sommerfest in der Landesvertretung ist wie eine Grüne Woche in Berlin.“

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