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Niedersachsen Niedersachsen gibt mehr Geld für Tierwohl aus
Nachrichten Politik Niedersachsen Niedersachsen gibt mehr Geld für Tierwohl aus
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14:23 06.09.2017
Symbolbild Quelle: dpa
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Hannover

Zudem gibt es nun für die tiergerechte Aufzucht von Ferkeln ohne abgeschnittenem Schwanz eine Prämie von 5 Euro pro Tier, gab Meyer am Mittwoch bei einer vorläufigen Bilanz des Tierschutzplans bekannt. Er sei trotz anfänglicher Bedenken ein Erfolg und nun weitgehend umgesetzt.

Der größte Meilenstein sei sicherlich das Amputationsverbot - also das Verbot, Tiere durch Verstümmeln an die Ställe anzupassen. Dabei geht es um Maßnahmen gegen das Schnäbelkürzen bei Legehennen oder das Schwanzkupieren bei Schweinen. Als positiv wertete der Minister auch die Strategie gegen den überhöhten Antibiotika-Einsatz in Ställen. „Das haben wir im Konsens geschafft - wir waren das erste Bundesland, das eine Tierwohl-Prämie gezahlt hat“, sagte der Grünen-Politiker. Priorität habe zunächst das Beenden der größten Missständen gehabt - nun stehe in einer zweiten Phase ein Umbau der Tierhaltung in Niedersachsen in eine artgerechte Freilandhaltung an.

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Mehr an Tierwohl mit höheren Kosten verbunden

Landvolkpräsident Werner Hilse warnte vor diesem Hintergrund vor einer Ideologisierung der Diskussion um Tierwohl und -schutz in der Nutztierhaltung. Manche Forderungen, die Meyer erhebe, bräuchten sehr viel mehr Zeit für die Umsetzung. Die Bauern hätten sich stets an den Diskussionen konstruktiv beteiligt, und würden das weiter tun. Man müsse aber auch sehen, dass an Betriebe immer höhere Anforderungen gestellt würden. Für ihre Anstrengungen im Bereich Tierwohl müssten Landwirte eine entsprechend ausreichende Kompensation erhalten. Das sei aber so noch nicht gegeben.

Meyer gab zu, dass ein Mehr an Tierwohl mit höheren Kosten verbunden ist. Das werde aber auch vom Verbraucher honoriert. Zudem stellte Meyer den Landwirten für entsprechende Maßnahmen weitere finanzielle Hilfen in Aussicht. „Ich bin gerne bereit, mehr Geld zur Verfügung zu stellen“, sagte er. Vorgaben zu machen sei aber richtig. 

dpa