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Niedersachsen Aus der B6 wurde die A36: Allein die Schilder kosten 4,6 Millionen
Nachrichten Politik Niedersachsen Aus der B6 wurde die A36: Allein die Schilder kosten 4,6 Millionen
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07:09 26.09.2019
Die Umwidmung der B 6 zur A 36 am Harzrand ist teuer. Allein der Austausch der Schilder kostet 4,6 Millionen Euro. Quelle: bluedesign
Hannover

Seit neun Monaten heißt die am Harzrand verlaufende vierspurige Straße nicht mehr B 6 sondern Autobahn 36. Sie verläuft von Niedersachsen nach Sachsen-Anhalt. Die Straße wurde hochgestuft und mit neuen Schildern versehen – eine sehr teure Aktion, wie sich jetzt zeigt. Denn allein der Austausch der Straßenschilder werde auf niedersächsischer Seite 4,67 Millionen Euro kosten, wie jetzt das Bundesverkehrsministerium in einem Schreiben an den niedersächsischen Steuerzahlerbund darlegte. Steuerzahler-Bund-Chef Bernhard Zentrgraf ist entsetzt: „4,6 Millionen Euro für so einen Unsinn, mir stehen die Haare zu Berge.“

Eine Million für Schilderbrücken

Schon früher wurde die B 6 Harzautobahn genannt, weil man sie vierspurig und mit Tempo 120 befahren konnte. Der Bund entschied sich auch aufgrund von Bitten von Anliegergemeinden, aus der A 6 und der früheren Autobahn A 395 eine einheitliche A 36 zu machen, die von Braunschweig bis nach Quedlinburg reicht. Doch hierfür musste etwa das Dreieck Vienenburg (zuvor A 395 / B 6) zum reinen Autobahndreieck Nordharz (A 36/A 369) „aufgestuft“ werden, was vor allem zum Austausch von Schildern führte. Doch die „wegweisende Beschilderung“, die die umbenannte Autobahn bekommen muss, kostete allein in Vienenburg etwa 1,05 Millionen Euro von denen 620.000 Euro auf neue Verkehrszeichenbrücken am Autobahndreieck Nordharz entfielen, wie das Bundesverkehrsministerium schrieb.

Mit dieser Mitteilung korrigierte sich das Bundesverkehrsministerium. Denn zuvor hatte es erklärt, dass die Umbenennung der A 395 in A 36 wohl keine Mehrkosten verursachen würde. Doch jetzt argumentierte man, dass man ohnehin im Autobahnnetz einige 30 Jahre alte Schilder hätte erneuern müssen. Und eine neue Autobahn brauche nun mal eine wegweisende Beschilderung wegen der „Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs“. Nur so könnten abrupte Fahrstreifenwechsel und starkes Bremsen vermieden werden.

Steuergeld verbrannt

„Selten ist Steuergeld im Verkehrssektor unnützer verbrannt worden“, findet hingegen Bernhard Zentrgraf. Denn schließlich sei ja nicht neu gebaut worden. Und durch bloße Umbenennung komme niemand schneller in den Harz. Und auch die erhofften Wirtschaftsimpulse für die Harzregion blieben fragwürdig, weil es zuvor bereits ausgebaute Bundesstraßen und eine Bundesautobahn gegeben habe – nur keine neu ausgeschilderte A 36.

Von Michael B. Berger

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