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Niedersachsen Neue Kritik an Wulff aus der Koalition
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12:34 15.01.2012
Die Kritik an Christian Wulff aus der Koalition hält an.
Die Kritik an Christian Wulff aus der Koalition hält an. Quelle: dpa
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Berlin

Dazu kämen „der Dilettantismus und die Unbeherrschtheit“ im Umgang mit der Presse, die auf eine gewisse Überforderung zurückzuführen seien, sagte die sächsische Politikerin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Die Glaubwürdigkeit des Bundespräsidenten bröckelt immer weiter.“

Auch der forschungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Martin Neumann, äußerte Zweifel, dass Wulff seine Glaubwürdigkeit noch zurückgewinnen könne. „Ich appelliere an das Verantwortungsgefühl und die Weitsicht des Präsidenten“, sagte er dem Blatt.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann wiederholte seine Rücktrittsforderung an Wulff. „Der Bundestagspräsident wäre gut beraten, mit Anstand und Würde den Hut zu nehmen und das schloss Bellevue zu verlassen“, sagte Wellmann der Zeitung. Allein die Tatsache, dass Wulff „nachhaltig und ohne absehbares Ende im Gerede ist, lässt das Amt und seinen Inhaber Schaden nehmen“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte ihre Forderung nach umfassender Aufklärung zuvor erneuert. „Wenn sich neue Fragen stellen, müssen neue Fragen beantwortet werden“, sagte die Parteichefin am Samstag bei der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstandes in Kiel.

Im Deutschlandfunk bekräftigte sie ihre „Wertschätzung“ für das Staatsoberhaupt. „Beides gehört zusammen - die Wertschätzung für seine Arbeit und die Beantwortung der Fragen“, sagte sie in dem am Sonntag ausgestrahlten Interview.

dpa

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