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Niedersachsen Landkreis lässt Krebsfälle in der Asse genauer auswerten
Nachrichten Politik Niedersachsen Landkreis lässt Krebsfälle in der Asse genauer auswerten
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14:43 01.03.2011
Ein Asse-Mitarbeiter überprüft die Kontamination des Bodens.
Ein Asse-Mitarbeiter überprüft die Kontamination des Bodens. Quelle: dpa
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Der Landkreis Wolfenbüttel nimmt nach einer Fragebogen-Aktion nun die Erkrankungen von Krebspatienten in der Umgebung des maroden Atommülllagers Asse genauer unter die Lupe. Die Arbeitsgruppe werde bei ihrer Sitzung am 9. März über weitere Schritte beraten, teilte der Landrat des Kreises Wolfenbüttel, Jörg Röhmann (SPD), am Dienstag mit. Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurden von 164 verschickten Fragebögen 143 beantwortet zurückgeschickt. Dabei geht es um 39 erkrankte Bürger aus der Samtgemeinde Asse.

Experten sollen erforschen, ob es einen Zusammenhang zwischen der Atommülllagerung in der Asse und gehäuften Krebsfällen gibt. Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass in der Samtgemeinde Asse doppelt so viel Leukämie- und dreimal so viele Schilddrüsenkrebs-Fälle wie im statistischen Mittel aufgetreten sind.

Die Fragebögen sollen Aufschluss über Arbeitsstellen und Wohnorte sowie Risikofaktoren der Krebspatienten geben. Zudem können die Behörden mit behandelnden Ärzten Kontakt aufnehmen. Mit den Fragebögen wurden allerdings nicht nur Leukämie und Schilddrüsenkrebs erfasst, allerdings werden diese Erkrankungen bei der Erforschung der Ursachen vordringlich behandelt.

dpa