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Niedersachsen Die Forderungen der EU sind überzogen
Nachrichten Politik Niedersachsen Die Forderungen der EU sind überzogen
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06:15 25.03.2019
Ein Landwirt bringt bei Linden im Kreis Uelzen Gülle als Dünger auf einem Feld aus. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Hannover

In einem sind sich alle Beteiligten im Güllestreit wohl einig: Die Belastung des Grundwassers mit Nitraten ist vielerorts in Deutschland hoch, oft auch zu hoch. Das betrifft vor allem die von Massenviehhaltung geprägten Regionen – wie den Westen Niedersachsens. Und bis die Folgen der jahrzehntelangen Überdüngung der Böden beseitigt sind, wird es möglicherweise Jahrzehnte dauern. Die Probleme lassen sich aber nicht lösen, indem man die Düngeverordnung jährlich verschärft. Die überzogenen Forderungen der EU sorgen eher für Frust und Ablehnung bei den Landwirten. Und auch die Bundesregierung zeigt nicht gerade großes Interesse daran, die Reformbereitschaft von Ländern wie Niedersachsen zu unterstützen

Der aktuelle Güllestreit ist nur eine Facette des Kampfes um die künftige Ausrichtung der Landwirtschaft, der an vielen Fronten geführt wird: Massentierhaltung, Schlachthöfe, Tiertransporte und vieles mehr. Verfechter einer radikalen Agrarwende haben sich vor allem den Kampf gegen angeblich gewissenlose Großbetriebe auf die Fahnen geschrieben – treffen dabei aber häufig die Kleinen. Das Idealbild vom ökologisch geführten Familienbetrieb wird eine Illusion bleiben, wenn man die wirtschaftlichen Grundlagen genau dafür durch immer neue Auflagen zerstört. Der abstruse Generalverdacht gegen die Landwirtschaft, der sich teilweise in Deutschland breitgemacht hat, ist auch der Ausfluss einer übersättigten Gesellschaft, die den Bezug zu Herkunft und Produktion von Lebensmitteln zu verlieren scheint. Dazu hat, das muss man einräumen, auch die Agrarindustrie einen großen Teil beigetragen. Es ist höchste Zeit für eine Wende – aber nicht nur auf den Äckern, sondern auch in den Köpfen.

Von Marco Seng

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