Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Niedersachsen Kein kostenloses Obst für Schüler in Niedersachsen
Nachrichten Politik Niedersachsen Kein kostenloses Obst für Schüler in Niedersachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:27 21.10.2009
Es wird kein kostenloses Obst für Niedersachsens Schulkinder geben.
Es wird kein kostenloses Obst für niedersachsens Schulkinder geben. Quelle: Frank Wilde (Archiv)
Anzeige

Die Landesregierung beschloss, das EU-Subventionsprogramm der Europäischen Union wegen bürokratischen Mehraufwands nicht umzusetzen, wie Verbraucherschutzminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) nach einer Kabinettssitzung mitteilte.

Der Mehraufwand sei unvertretbar und stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen des Programms. Auch andere Bundesländer wie Berlin haben das Programm bereits abgelehnt oder sich zumindest skeptisch zu der Umsetzung geäußert.

Der Bundesrat hatte im September den Weg für das Schulobst-Programm der EU freigemacht. Damit kann an den deutschen Schulen kostenloses, von der EU subventioniertes Obst verteilt werden. Allerdings müssen die Länder das Programm kofinanzieren, allein in Niedersachsen wären dies 1,5 Millionen Euro. Die Landesregierung sieht sich auch wegen der angespannten Haushaltslage nicht in der Lage, die Kosten komplett zu übernehmen.

Ehlen sagte, die Grundidee des Schulobstprogramms, den Obstverzehr bei Kindern nachhaltig zu erhöhen, habe zu keinem Zeitpunkt in Frage gestanden. Fakt sei jedoch, dass die Regelungen der EU-Kommission für alle Beteiligten (Obst- und Gemüsehändler, Schulen, Kommunen, Bewilligungsbehörden und Kontrollinstanzen) nicht zumutbar seien.

Die Landesregierung setzt nun weiterhin auf privatwirtschaftliche Projekte. Ehlen nannte als Beispiel das Schulapfelprojekt im Alten Land, bei der die Eltern pro Kind und Schulhalbjahr 20 Euro für einen täglichen Apfel zahlen müssen. Dies sei „ein hervorragendes Modell, das ohne komplizierte, überreglementierte staatliche Einmischung zur Zufriedenheit von Schülern, Eltern und Schulen erfolgreich läuft“, sagte Ehlen.

ddp