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Niedersachsen In weiten Teilen Niedersachsens fehlen Arbeitskräfte
Nachrichten Politik Niedersachsen In weiten Teilen Niedersachsens fehlen Arbeitskräfte
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11:06 01.12.2011
Von Alexander Dahl
In Niedersachsen fehlen Arbeitskräfte, sagt die Industrie. Quelle: Symbolbild
Hannover

Die Agentur für Arbeit zählte im abgelaufenen Monat November 248.696 Arbeitslose – das sind 8,9 Prozent weniger im November des Vorjahres. Seit dem Jahr 2005 hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen sogar halbiert. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt im Landesdurchschnitt bei 6,2 Prozent. 

Regional gibt es deutliche Unterschiede: In den Arbeitsamtsbezirken im Westen herrscht faktisch Vollbeschäftigung.

Schwieriger ist die Lage in Hannover (8,7 Prozent), doch auch hier werden derzeit die besten Arbeitsmarktdaten seit Anfang der neunziger Jahre registriert.

Ministerpräsident David McAllister (CDU) erklärte am Mittwoch, in Niedersachsen seien in den vergangenen zwölf Monaten an jedem Arbeitstag 310 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Das seien 79 836 neue Beschäftigungsverhältnisse insgesamt. „Damit ist Niedersachsen auf Rang 1 aller 16 Bundesländer.“

Den größten Rückgang der Arbeitslosenzahl seit November 2010 verzeichneten die Kreise Osterholz (minus 22,5 Prozent), Göttingen (minus 22,2 Prozent) und Oldenburg (minus 20,2 Prozent); in Hannover war sie mit 8,7 Prozent so niedrig wie seit 18 Jahren nicht mehr.
Im boomenden Westen des Landes ist es für Unternehmen bereits schwierig, offene Stellen zu besetzen. „Das Problem ist stark spürbar; nur der glückliche Umstand, dass wir Personal vom Autobauer Karmann aus Osnabrück übernehmen konnten, hat die Lage geglättet“, sagt Jürgen Feld, Sprecher von Grimme Landmaschinen in Damme (Kreis Vechta). Um qualifiziertes Personal zu gewinnen, zahlt das Unternehmen 50 Euro Kindergartenzuschuss für den Nachwuchs seiner Beschäftigten und hilft beim Kitabau.

Die gute Auftragslage bei VW zog die Arbeitslosenquote unter anderem in Wolfsburg und Hannover weiter nach unten. Neu ist, dass auch viele Arbeitgeber in klassischen Niedriglohnbereichen sich gezwungen sehen, höhere Löhne zu zahlen und bessere Bedingungen zu bieten. Bei Bogdol etwa, einem Unternehmen für Hausverwaltung und -reinigung mit mehr als 1000 Beschäftigten in Holdorf bei Vechta, werde jetzt „mehr denn je darauf geachtet, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen“, wie Marketingchef Dennis Krämer betont.

Quer durch Deutschland sprachen Experten am Mittwoch von einem „goldenen November“ – trotz der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Bundesweit sank die Arbeitslosenzahl auf 2,71 Millionen – das sind 214.000 weniger als im Vorjahresmonat. Einen vergleichbar geringen Wert gab es zuletzt 1991. Heinrich Alt, Vize­chef der Bundesagentur für Arbeit, erwartet aber, dass die Arbeitslosenzahl bis Februar witterungsbedingt wieder über drei Millionen steigt.

Im EU-Vergleich nimmt Deutschland eine Sonderstellung ein: In der Euro-Zone stieg die Arbeitslosenquote im Oktober auf 10,3 Prozent, nach 10,2 Prozent im September.

Die Universität Potsdam will nun doch erst am Donnerstag über ihre Prüfung der Doktorarbeit von Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) informieren. Bei einer Pressekonferenz am Mittag werden Uni-Präsident Thomas Grünewald und der Vorsitzende der Untersuchungs-Kommission, Tobias Lettl, Auskunft geben.

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