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Niedersachsen In der Asse hat es 2007 gebrannt
Nachrichten Politik Niedersachsen In der Asse hat es 2007 gebrannt
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23:24 29.06.2009
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Es habe am 9. August während der Frühschicht einen Kurzschluss in einem Schaltkasten unter Tage gegeben, sagte Ministeriumssprecherin Jutta-Kremer Heye. „Es bestand keine Gefahr für die Abfälle“, versicherte die Sprecherin. Sämtliche Schaltkästen würden regelmäßig vom TÜV überprüft. Aus Sicht des umweltpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Kurt Herzog, ist es dennoch „fraglich, ob die Sicherheitsvorkehrungen in der Asse ausreichend sind“.

Herzog verweist im Zusammenhang mit dem Brand auf ein Sprengstofflager, das sich auf der 750-Meter-Sohle des Bergwerks nur 70 Meter entfernt von der nächsten Atommüllkammer befände. In der Kammer befinden sich laut der Nachrichtenagentur ddp etwa 36 000 Fässer mit radioaktivem Abfall. Auf derselben Sohle hat es 2007 den Kabelbrand mit starker Rauchentwicklung gegeben. 75 Arbeiter mussten evakuiert werden.

„Das Bundesamt für Strahlenschutz muss darstellen, was die Notfallpläne im Brandfall und bei einer Explosion sind“, forderte Herzog am Montag. „Wir werden das sicherlich im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, aber auch im Umweltausschuss im Landtag konkretisieren.“ Nach Informationen dieser Zeitung war der Vorfall 2007 nicht der erste Brand in der Asse. Demnach war bereits vor zehn Jahren unter Tage ein Feuer ausgebrochen. Das Feuer sei nicht so groß gewesen wie vor zwei Jahren und sei sofort gelöscht worden.

Weder das Umweltministerium noch das Bundesamt für Strahlenschutz noch der frühere Betreiber, das Helmholtzzentrum in München, wollten das am Montag bestätigen.