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Niedersachsen Die Gorleben-Chronik
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12:18 30.11.2012
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Gorleben
  • Im März 1979 ziehen Atomkraftgegner aus dem Wendland in einem einwöchigen Treck nach Hannover. Zur Abschlusskundgebung kommen 100.000 Demonstranten. Die Landesregierung gibt wenig später bekannt, dass eine Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben derzeit nicht durchzusetzen sei.
  • Am 3. Mai besetzen Aktivisten das Bohrloch 1004 bei Gorleben und errichten die "Republik Freies Wendland". Einen Monat später räumen und zerstören Tausende Polizisten das Hüttendorf. 
  • Am 8. Oktober 1984 wird erstmals schwach radioaktiver Atommüll in das inzwischen fertiggestellte Zwischenlager Gorleben gebracht.
  • Am 25. April 1995 erreicht der erste Castor-Transport mit hoch radioaktiven Abfällen das Wendland. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. 
  • Am 1. Oktober 2000 tritt ein Moratorium für die Erkundung des Salzstocks Gorleben in Kraft. Es gilt zehn Jahre. 
  • Im März 2010 setzt der Bundestag den Gorleben-Untersuchungsausschuss ein. Er soll unter anderem klären, ob frühere Bundesregierungen politischen Druck auf Behörden ausgeübt haben, um die weitere Untersuchung des Salzstocks durchzusetzen. 
  • Am 30. November 2012 verkündet Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) einen Baustopp in Gorleben. Er soll bis nach der Bundestagswahl 2013 gelten.

dapd

Michael B. Berger 29.11.2012
Saskia Döhner 28.11.2012