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Niedersachsen Grüne und FDP fordern besseren Schutz vor Wald- und Moorbränden
Nachrichten Politik Niedersachsen Grüne und FDP fordern besseren Schutz vor Wald- und Moorbränden
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18:45 21.06.2019
Auf einem Testgelände der Bundeswehr standen im September 2018 fünf Hektar Moorland in Brand. Quelle: Stephan Konjer/dpa
Hannover

Die niedersächsische Landesregierung soll mehr für den Schutz vor Wald- und Moorbränden tun. Das forderten FDP- und Grünen-Fraktion am Freitag im Landtag. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Vegetationsbränden in Niedersachsen, der größte war der Moorbrand in Meppen im September 2018.

Angesichts der steigenden Temperaturen gelte es, sich auf weitere Brände einzustellen, begründete die FDP ihren Antrag, den Wald- und Flächenbrandschutz deutlich auszubauen. „Sorgen wir dafür, dass die Feuerwehr entsprechend ausgestattet ist, um auf solche Ereignisse reagieren zu können“, sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Marco Genthe. Zur besseren Ausstattung gehörten leichte, dünne Schutzkleidung und geländegängige Fahrzeuge. Die FDP schlägt vor, dass die Feuerwehren in Landkreisen mit großem Waldbrandrisiko Drohnen mit Wärmebildkameras bekommen sollen. So könnten sie aus der Luft die Entwicklung des Brandes verfolgen und Brandnester aufspüren.

Grüne fordern Waldbrandkonzept

Einen ähnlichen Antrag stellten die Grünen. Die Fraktion fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit dem Feuerwehrverband und den Kommunen bis Ende 2020 ein niedersächsisches Waldbrandkonzept zu erarbeiten. Die Situation in den niedersächsischen Wäldern sei nach der Dürre im vergangenen Jahr dramatisch, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte. „Das alles wird leider kein einmaliger Fall gewesen sein, es sind ganz klar Auswirkungen des Klimawandels“, sagte sie. Die Feuerwehren im Land seien für die Gebäudebrandbekämpfung ausgebildet und ausgestattet. Für den Kampf gegen einen Moorbrand fehle aber oft das nötige Gerät. „In der Vergangenheit wurden vielerorts sogar kleinere Fahrzeuge abgeschafft und neue große Multifunktionsgeräte angeschafft.“ Dies müsse anders werden.

Die Grünen kritisierten zudem, dass die Landesregierung im Haushalt des kommenden Jahres statt 3,5 nur 2 Millionen Euro für Katastrophenschutz einplanen wolle. „Wir schließen uns den Forderungen der Kommunen nach 6 Millionen Euro an“, sagte Staudte. Beide Anträge hat der Landtag einstimmig an die Ausschüsse für Inneres und Sport, Haushalt und Finanzen sowie Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz überwiesen.

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