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Niedersachsen Castor bringt Polizei an
 ihre Grenzen
Nachrichten Politik Niedersachsen Castor bringt Polizei an
 ihre Grenzen
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16:51 09.11.2010
Von Karl Doeleke
Die Personalsituation bei der Polizei ist so angespannt, dass etliche der niedersächsischen Beamten direkt nach ihren Einsätzen in Braunschweig und Hannover nach Gorleben weitergeschickt werden.
Die Personalsituation bei der Polizei ist so angespannt, dass etliche der niedersächsischen Beamten direkt nach ihren Einsätzen in Braunschweig und Hannover nach Gorleben weitergeschickt werden. Quelle: Florian Petrow (Archiv)
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Auch in der Bundesliga spielt Hannover 96 gegen Borussia Dortmund, in Braunschweig trifft die zweite Mannschaft von 96 auf Eintracht Braunschweig II, und im gesamten Land finden weitere Veranstaltungen statt – überall werden Beamte gebraucht. „Wir geraten an die Grenze unserer Leistungsfähigkeit“, sagt Karsten Wolff von der Bereitschaftspolizei in Hannover. Die Personalsituation ist so angespannt, dass etliche der niedersächsischen Polizisten unmittelbar nach ihren Einsätzen in Braunschweig und Hannover nach Gorleben weitergeschickt werden. „Nach einer Ruhepause werden sie in den Großeinsatz eingespult“, bestätigt Wolff. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) rechnet mit Überstunden „im sechsstelligen Bereich“. Die Situation sei „dramatisch“, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

Innenminister Uwe Schünemann ärgert sich über die Terminplanung des DGB. „Es ist für mich völlig unverständlich, dass der DGB eine Großdemonstration während des Castor-Transportes veranstaltet, die naturgemäß einen weiteren Polizeieinsatz nach sich zieht“, sagte Schünemann dieser Zeitung. Die Kundgebung sei im August geplant worden, gibt der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle zurück. Auch bei einer Besprechung mit Stadt und Polizei im Oktober sei die Überschneidung mit dem Castor-Transport kein Thema gewesen.