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Niedersachsen CDU will Programm für Betriebskitas
Nachrichten Politik Niedersachsen CDU will Programm für Betriebskitas
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22:36 12.07.2013
Von Klaus Wallbaum
Fordert Alternativen zu Krippen: CDU-Fraktionschef Thümler.
Fordert Alternativen zu Krippen: CDU-Fraktionschef Thümler. Quelle: dpa
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Hannover

Oppositionsführer Björn Thümler (CDU) hat ein Programm des Landes zur besseren Förderung von Betriebskindergärten gefordert. „Wenn die Unternehmen selbst Angebote zur Kinderbetreuung machen, können die Bedürfnisse der Eltern und des Betriebes besser aufeinander abgestimmt werden“, sagte Thümler der HAZ. Das Land müsse Anreize schaffen, damit die Firmen verstärkt solche Wege einschlagen. „Dabei sollten pragmatische Lösungen nicht blockiert werden“, sagt Thümler.

Der CDU-Fraktionschef hält die großen Fortschritte beim Ausbau der Kleinkindbetreuung zwar für vorbildlich, dies gehe vor allem auf die Rechnung der alten CDU/FDP-geführten Regierung. Dennoch könne man sich nicht darauf ausruhen, für ein Drittel der Kleinkinder eine Krippe vorzuhalten, denn der Rechtsanspruch auf eine Betreuung gelte vom 1. August an für 100 Prozent der Kinder. Nach Thümlers Worten sollen neben dem kommunalen Ausbau von Kindergärten auch verstärkt Betriebskindergärten entstehen. Bisher sei der Anteil sehr gering, von den rund 5000 Kindertagesstätten in Niedersachsen seien nur etwa 34 in der Regie von Unternehmen.

Thümler fordert die Landesregierung nun auf, die Bedingungen für die Einrichtung solcher Kindergärten kritisch zu überprüfen. „Es ist nicht sinnvoll, mit zu strengen und zu bürokratischen Vorschriften die Unternehmen abzuschrecken“, sagt der CDU-Fraktionschef. Er befürworte „pragmatische Lösungen“ - und das bedeute, die Anforderungen an Raumgrößen und an die Qualifikation von Betreuern bei Betriebskindergärten flexibler zu halten als in anderen Kindergärten. „Wir sollten darauf vertrauen, dass die Eltern selbst beurteilen können, ob die Angebote ihres Betriebes für die Kinder akzeptabel sind oder nicht.“

Viel hänge hier auch davon ab, wie flexibel und pragmatisch Aufsichtsbehörden des Landes bei Genehmigungen vorgehen.

Der CDU-Fraktionschef setzt sich außerdem für mehr Angebote an Tagesmüttern ein. „Diese Alternative zu den Krippen muss stärker ins Blickfeld kommen“, sagt er.

Ein Problem sei vielerorts eine bürokratische Organisation, wobei die Eltern ­einerseits mit der Tagesmutter und andererseits mit der Kommune einen Vertrag schließen müssen. Bezahlt wird dann oft nur die tatsächliche Betreuung. „Besser wäre es, wenn Eltern - ähnlich wie in Kindergärten - einen monatlichen Pauschalbetrag entrichten und dafür eine Betreuung zugesichert bekommen.“ Der Vorteil von Tagesmüttern gegenüber Kindergärten sei, dass dort die Ange­bote flexibler gesteuert werden können.

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