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Niedersachsen Bundeswehr schließt deutschlandweit 31 Standorte
Nachrichten Politik Niedersachsen Bundeswehr schließt deutschlandweit 31 Standorte
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07:58 26.10.2011
Von Klaus von der Brelie
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Berlin/Hannover

Einzelheiten sollen am Mittwoch offiziell in Berlin verkündet werden. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sagte am Dienstag lediglich, die Verkleinerung der Truppe bringe „gewaltige Veränderungen“. Das Konzept sei wie ein Puzzle zusammengesetzt worden.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist Niedersachsen von der Verkleinerung der Armee auf maximal 185.000 Soldaten nur wenig betroffen. Mit Lorup (40 Dienstposten), Schwanewede (1130 Soldaten) und Ehra-Lessien (70 Soldaten) werden nur drei Standorte aufgelöst – bundesweit sind es 31. Die Bundeswehr bleibt nach der Reform in 328 Orten in Deutschland präsent.

Erhebliche Reduzierungen gibt es in Visselhövede in der Heide (von 680 Soldaten bleiben 20), in Aurich (von 500 bleiben 20) und Rotenburg/Wümme (1300 statt bisher 2500 Soldaten). Auch Celle (von 1080 bleiben 400 Soldaten), Lüneburg (710 statt bisher 1800), Munster (5270 statt 6260) und Wittmund (730 statt 1660) sind betroffen. Außerdem werden in Hannover, Aurich, Delmenhorst, Göttingen, Bramsche, Stade, Seedorf und Neuharlingersiel Stellen abgebaut. Bundesweit gibt es an 33 Standorten deutliche Stellenreduzierungen.

Als Ausgleich für die Auflösung der Wehrbereichsverwaltung mit 800 Dienstposten soll in Hannover ein neues Kompetenzzentrum mit gut 200 Mitarbeitern eingerichtet werden. Außerdem soll in der Landeshauptstadt ein Kommando aufgebaut werden, dem sämtliche Feldjäger der Bundeswehr unterstellt werden.

Zu den Gewinnern der Reform dürfte neben dem Flugplatz Wunstorf (1670 Dienstposten) die alte Garnisonsstadt Celle gehören – trotz der Streichungen. Hier erwarten Beobachter, dass auf dem Fliegerhorst Wietzenbruch ein neues Feldwebelausbildungsbataillon aufgestellt und die Außenstelle der Bückeburger Fliegerschule weiterbetrieben wird. Entgegen ursprünglichen Planungen soll der Flugplatz in Wittmund nicht aufgegeben werden.

Schleswig-Holstein büßt die beiden Marinestandorte Eckernförde und Glücksburg ein. Das Flottenkommando soll nach Rostock verlegt werden, während die in Warnemünde stationierten Schnellboote außer Dienst gestellt und die Korvetten abgezogen werden. In Nordrhein-Westfalen sollen in Augustdorf bei Paderborn mindestens 2000 militärische Planstellen gestrichen werden.

25.10.2011
Klaus Wallbaum 24.10.2011