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Niedersachsen Bürgerinitiativen kritisieren Asse-Notfallplan
Nachrichten Politik Niedersachsen Bürgerinitiativen kritisieren Asse-Notfallplan
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17:24 09.07.2009
Das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel.
Das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel. Quelle: Nigel Treblin/ddp
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„Es erscheint uns unverständlich, dass für den Notfall bislang ausschließlich in Richtung Betonverfüllung gedacht wird“, sagte Sprecher Andreas Riekeberg am Donnerstag in Wolfenbüttel. Der vergangene Woche vorgelegte BfS-Notfallplan sieht das Verlegen von Rohren vor, um bei einem möglichen Wassereinbruch Kammern mit Atommüll möglichst schnell mit Beton verfüllen zu können. Auch die Rückholung der Atommüllfässer solle vorbereitet werden, forderten die Initiativen.

Das BfS hatte mehrfach betont, dass die Verfüllung oder eine Flutung des Bergwerks nur ins Auge gefasst werden, wenn die Wasserzutritte in der Grube so stark zunehmen, dass sie nicht mehr beherrschbar sind. Derzeit werden drei Optionen für die Schließung der Schachtanlage diskutiert: Die Einbetonierung, die Umlagerung innerhalb des Schachtes und die Rückholung der Fässer. Das BfS betonte, der Notfallplan bedeute keine Vorfestlegung auf eines der Stilllegungskonzepte. Am Dienstag hatten Landtagsmitglieder der CDU und FDP befürchtet, dass der Notfallplan dazu führen könnte, dass die Vorbereitungen im Bergwerk dazu führen könnten, dass eine Verfüllung Priorität erhalte.

Kritisiert wurde von Teilen der Bürgerinitiativen, dass das BfS die Vergabe der Gutachten für die drei Optionen nicht transparent gestaltet habe. So seien weder die Kriterien für die Wahl der Sachverständigen noch die Aufgabenstellung der Öffentlichkeit bekannt. Die Gutachten sollen im August vorliegen. „Ich will nicht von Misstrauen sprechen, aber ich sehe Defizite bei der Umsetzung der Versprechen des BfS“, sagte Riekeberg. BfS-Präsident Wolfram König hatte stets betont, dass er durch Transparenz das Vertrauen der Bürger gewinnen will.

lni