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Niedersachsen Mehr Männer auf den Mond!
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18:30 13.12.2019
Michael B. Berger Quelle: HAZ

„Stabilität ja, Siechtum nein“, hat CSU-Chef Markus Söder zur Zukunft der Großen Koalition nach dem Personenwechsel an der Spitze der SPD gefordert, wo Saskia Esken jetzt im NoWaBo vorfährt, einem schnittigen Oldtimer aus NRW. Kanzlerin Angela Merkel hat die beiden gleich ins Kanzleramt eingeladen, das Söder nicht zum Siechenhaus machen lassen will. Siechtum, ein schöner alter Begriff, den man selten im neudeutschen Politsprech findet, zumal es kaum noch Kotten- oder Siechenhäuser gibt, in die man in früheren Zeiten gerne Schwerkranke steckte, damit sich die anderen nicht anstecken müssen. In Zeiten der Hochmedizin und Krankenhauskeime besorgen das heute die Kliniken von selbst, während die GroKo in Berlin, der Stabilitätspakt für Angie, schon seit Jahren an einer merkwürdigen Autoimmunkrankheit zu leiden scheint, die jetzt mit dem SPD-Personalwechsel offen auszubrechen droht.

Ganz anders die GroKo in Hannover, deren Spitzen sich diese Woche zu einer gemeinsamen Kabinettssitzung mit dem Hamburger Senat und Bürgermeister Peter Tschentscher aufgemacht haben, wie ein lustiges Video der Staatskanzlei auf Facebook festhielt. Hier sieht man zu jazziger Bar-Musik eine dicke Staatskarosse vor dem prächtigen Hamburger Rathaus vorfahren, darf man sich herzende oder frühstückende Ministerinnen und Minister zu Gemüt nehmen und einen Blick über den (imposanten) Hamburger Rathausvorplatz werfen. So bekommt man einen Eindruck, wie schön doch das Regieren im Allgemeinen wie auch im Besonderen (in Hamburger Ratssälen) ist, sodass sich die Sinnfrage erst gar nicht einstellt. „Niedersachsen, klar“. Noch Fragen?

Angesichts der herannahenden afrikanischen Schweinepest (ASP) empfehlen Bauernverbände eine schnelle Einzäunung der neuen ASP-Ausbruchsgebiete in Westpolen, und wir schließen uns hier vollinhaltlich der Forderung der Einzäunung weiterer Gebiete an, um dem Westzug der Wildsauen endlich Einhalt zu gebieten. Denn es halten die Wildsau in ihrem Lauf weder Ochs noch Esel auf, lautet eine alte östliche Weisheit ...

Auch die Finnen haben übrigens überlegt, ob sie sich nicht durch einen Wildzaun von Russland abgrenzen sollten, in dem nicht nur manche Sau durchs Dorf, sondern auch über die Grenze getrieben wird. Auf die Finnen kommen wir jetzt nur, weil bei ihnen diese Woche eine neue Regierung vereidigt worden ist, die verdammt jung, weiblich und kompetent zu sein scheint und deren Chefin Sanna Marin mit 34 Jahren als jüngste Ministerpräsidentin der Welt in die Annalen des Landes eingeht. Auch so kann Erneuerung (ein altes Wort aus dem Archiv der Sozialdemokratie) aussehen. Aber wir wollen nicht meckern.

Zumal auch die alten, weißen Frauen noch durchaus Power entfalten können und geradezu lyrische Gedanken. „Wir müssen wieder zum Vorreiter im Klimaschutz werden“, donnerte Röschen von der Leyen, die recht sattelfest ist und sich mit der Kavallerie gut auskennt. Ihr vorgeschlagener „Green Deal“ sei, schwärmte sie weiter, „Europas Mann-auf-dem-Mond-Moment“ , gewissermaßen der EMadMM der EU. Es gibt ja auch nichts Schöneres, als Männer auf den Mond zu schießen.

Von Michael B. Berger

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