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Niedersachsen Asse-Kritiker dringen auf Offenlegung des Inventars
Nachrichten Politik Niedersachsen Asse-Kritiker dringen auf Offenlegung des Inventars
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12:35 24.07.2009
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das die Asse seit Beginn dieses Jahres betreibt, hat eine Neubewertung des Inventars zugesagt.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das die Asse seit Beginn dieses Jahres betreibt, hat eine Neubewertung des Inventars zugesagt. Quelle: Philipp Guelland/ddp
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„Es zeigt sich, dass der Inhalt von Asse II bei weitem nicht so klar und bekannt ist, wie es von den offiziellen Stellen versucht wird darzulegen“, erklärte der Asse-II-Koordinationskreis am Freitag. Das ARD-Magazin „Monitor“ hatte am Donnerstag unter Berufung auf Briefwechsel über die Einlagerung hoch radioaktiven Mülls in das Bergwerk berichtet.

Für die Risikoabschätzung und den weiteren Umgang mit dem Bergwerk werde in allen Konzepten die Inventaranalyse aus dem Jahre 2002 des alten Betreibers Helmholtz Zentrum München zugrunde gelegt, bemängelte der Koordinationskreis. Dabei sei erwiesen, dass diese Angaben unzureichend seien. So habe es den ersten Jahren der Einlagerung überhaupt keine Annahmebedingungen für Atommüll gegeben. Es habe mehr gasförmiges Tritium die Grube verlassen als dort offiziell eingelagert worden sei. „Der Zoo an Tierkadavern fehlt in den Listen, und auch die ’Brennelemente in Blechdosen’ tauchen dort so nicht auf.“

„Wenn nicht klar ist, was in Asse II lagert, muss dieses eingestanden werden“, erklärte der Koordinationskreis weiter. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das die Asse seit Beginn dieses Jahres betreibt, hat eine Neubewertung des Inventars zugesagt.

ddp