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Deutschland / Welt Wie Streamingdienste das klassische Fernsehen bedrohen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Wie Streamingdienste das klassische Fernsehen bedrohen
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15:09 06.02.2019
Quelle: Shutterstock
Hannover

Sie werden wach bleiben. Sie werden durchhalten in der Nacht zu Montag. Sie wollen live dabei sein, wenn in Atlanta, 7000 Kilometer von Deutschland entfernt, das Milliardenspektakel Super Bowl über die Bühne geht. Fast anderthalb Millionen deutsche Football-Fans verschmolzen im Vorjahr weit nach Mitternacht zu einer Gemeinschaft auf Zeit. Es werden diesmal kaum weniger sein.

Kollektiverlebnisse, die das Fernsehen stiftet, sind selten geworden. Ein paar Fußballländerspiele gehören dazu. Ab und zu ein „Tatort“. Mal eine Schlagershow. Aber die ganz große Samstagabendshow etwa, jenes mediale Lagerfeuer namens „Einer wird gewinnen“ oder „Ein Kessel Buntes“ oder „Wetten, dass …?“, das jahrzehntelang die Generationen versöhnte, ist tot.

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Kölns Konkurrenz sitzt in Kalifornien

Fernsehen funktioniert nicht mehr als nationales Heiligtum mit staatsstabilisierender Wirkung. Das Medium erlebt die radikalste Veränderung seit dem Startschuss für das Privatfernsehen. Vor 35 Jahren entstaubten und demokratisierten die schrillen Neuen das ergraute Volkshochschulfernsehen. Heute greifen als neue kreative Taktgeber des Milliardenmarktes die globalen Tech-Konzerne nach den Sternen, investieren Milliarden in eigene Serien und Filme, räumen Emmys ab und träumen von Oscars: Amazon, Apple, Youtube, Facebook und Netflix. Und plötzlich sitzen die Konkurrenten nicht mehr in Köln oder München, sondern in Kalifornien.

Fernsehserien sind ohne Zweifel die populärste und einflussreichste Kulturform der Gegenwart. Alle Welt buhlt mit selbst produzierten Inhalten um Kundschaft. Anlocken, anfixen, binden. Das ist das Rezept. Netflix und Amazon kaufen den Markt der Kreativen leer, Facebook will aufschließen, Youtube wandelt sich zum Pay-TV-Anbieter, Disney startet Ende des Jahres einen eigenen Streamingdienst. Fast 500 neue US-Serien kommen pro Jahr auf den Markt. Das sind 10 000 Stunden frisches Qualitätsfernsehen. Die Frage ist: Wer soll das alles gucken? Und wer braucht dann noch RTL? Wie will das deutsche Fernsehen, das sich im dualen System gemütlich eingerichtet hatte, diese Revolution überleben?

Die neuen Stars der Szene: Streaming-Serien wie „The Marvelous Mrs. Maisel“, zu sehen auf Amazon. Quelle: Amazon

„Das klassische Fernsehen verliert seine große Bedeutung“, sagt Timm Lutter vom Digitalverband Bitkom. „Die Zukunft gehört Streamingdiensten und Mediatheken. Die Fernsehzuschauer emanzipieren sich von passiven Verbrauchern zu aktiven Nutzern, die ihr TV-Programm selber bestimmen.“ Die Zuschauer sahen 2018 im Tagesdurchschnitt so wenig „klassisch“ fern wie seit zehn Jahren nicht: 217 Minuten. 2011 waren es noch 225. Und für die jüngere Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist „Fernsehen“ nur noch ein Nischenthema: Nur ein Drittel nutzte im vergangenen Jahr überhaupt lineares Fernsehen, also mit festem Schema und starren Anfangszeiten. Das waren 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Streamingnutzung an – um fast exakt jene 25 Prozent.

Milliarden kleine Programmdirektoren

Es ist mit dem Fernsehen wie mit Karstadt: Ein Kaufhaus für alles funktioniert nicht mehr. Die TV-Welt 2019 ist ein globalisierter Gemischtwarenladen, ein Füllhorn des Entertainments für Milliarden kleine Programmdirektoren, die sich ihr Programm maßschneidern: mit intelligenten Algorithmen und flexiblen Anfangszeiten. Fast die Hälfte der Deutschen nutzt mindestens einmal pro Woche Video-on-Demand-Abonnements, ein Anstieg von mehr als 80 Prozent gegenüber 2016.

Die neue Vielfalt verändert nicht nur die Fernsehwelt. Die extreme Zersplitterung der Geschmäcker hat einen Preis, den die Gesellschaft zahlt: Gewöhnt an die sofortige, umfängliche Befriedigung all seiner Bedürfnisse, erlebt der verwöhnte Zuschauer eine kulturelle Vereinzelung. Eine heterogene Gesellschaft von Millionen Individuen aber ist auf gemeinsames Erleben angewiesen, sonst entfremden sich die Milieus. Die Fans von „Stranger Things“ oder „Narcos“ bilden zwar eine Gemeinschaft – aber über alle Welt verstreut. Staatsgrenzen sind der modernen TV-Welt egal. Stars wie Kai Pflaume oder Jörg Pilawa konkurrieren eben nicht mehr mit Günther Jauch oder Dieter Bohlen, sondern mit Claire Foy („The Crown“), Emilia Clarke („Game of Thrones“) oder Michael Douglas („The Kominsky Method“). Denn das ist heute „Fernsehen“.

Die TV-Ware, die aktuell in U-Bahnen und auf Schulhöfen Stadtgespräch ist, fließt extrem selektiv und permanent per Internet aus aller Herren Länder auf Millionen mobile Schirme. Ein komplexer Algorithmus, gehütet wie das Coca-Cola-Rezept, ermittelt aus der Guckstatistik die persönlichen Vorlieben der Kundschaft. „Cinematch“ heißt die Analysesoftware.

Netflix weiß, wer du bist“, sagt der Big-Data-Experte des Unternehmens, Todd Yellin, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das klingt für amerikanische Ohren wie eine Verheißung, für europäische wie eine Drohung. Netflix-Chef Reed Hastings prophezeit das Aussterben des klassischen Fernsehens in 15 bis 20 Jahren: „Lineares Fernsehen wird im Niedergang sein wie die Festnetztelefonie nach der Ausbreitung von Handys.“

„Wenn sich die Mediennutzung ändert, ändern wir uns mit“: Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender und Intendant des BR, gibt sich kämpferisch. Quelle: Annette Riedl/dpa

Die Betroffenen selbst geben sich kämpferisch. Das ergab eine RND-Umfrage unter den Chefs der großen deutschen Sender. „Fernsehen schafft ein Wirgefühl beim Sehen“, sagt Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger. „Das ist noch keinem Streaminganbieter in Deutschland gelungen.“ Und Kabel-1-Chef Marc Rasmus hofft, seine Zuschauer seien „dankbar dafür, dass sie ihre vertrauten Programme zurückgelehnt auf der Couch genießen können“. Er setzt damit auf die sogenannte choice fatigue – eine sozialwissenschaftlich belegte Erschlaffung angesichts eines Überangebots.

Das soll zuversichtlich klingen. Tatsächlich aber fürchten vor allem die werbefinanzierten Privatsender wie RTL, Sat.1, Pro7 oder Vox­ 35 Jahre nach ihrer Geburt um ihr Geschäftsmodell. Die Werbemilliarden wandern in Digitalangebote. Und wie Zeitungen oder Kinos leiden lineare TV-Sender unter den veränderten Nutzungsgewohnheiten. Von Werbeblöcken zerhacktes Fernsehen? Alle paar Minuten die nervtötende Check-24-Sippschaft? Das wirkt 2019 wie aus einer anderen Zeit.

Sender gründen immer neue Schwesterkanäle

Der Kuchen wird nicht größer. Die Sender gründen daher immer neue Schwesterkanäle von Sat.1 Gold bis ProSieben MAXX. Und definieren – wie RTL – einfach mal um, was „Fernsehen“ bedeutet. „TV“ stehe bei RTL hausintern für „Total Video“, heißt es in Köln. Die hauseigene Digitalvideothek TVNOW ist im Dezember als Multiplattform und vollwertiger Streamingdienst relauncht worden. „Abonnenten bietet das neue TVNOW jetzt eine vielfältige Bandbreite von exklusiven Programmen“, heißt es bei RTL. „Beispiele sind die fiktionale Eigenproduktion ,M - Eine Stadt sucht einen Mörder’ oder Shows wie ,Survivor’, Live-Inhalte sowie deutsche und US-Serien.“

Das hat strategische Gründe: Allein 2017 wurden 45 Millionen bewegtbildfähige Geräte in Deutschland verkauft. Bewegte Bilder boomen. Bloß eben nicht da, wo sie bisher liefen.

Und die Öffentlich-Rechtlichen? Ihr Problem ist nicht das Geld, sondern der Legitimationsdruck. Von allen Seiten hagelt es Kritik an der traditionellen Dickfelligkeit der Anstalten. Die beschwören eisern die eigene Wandlungsfähigkeit, geben sich in Maßen transparenter, sparen bis 2028 ein paar Tausend Stellen ein – und haben sich in Wahrheit doch gemütlich eingerichtet in der ökonomischen Sicherheit von 8,1 Milliarden Beitragseuro im Jahr.

„Wenn sich die Mediennutzung ändert, ändern wir uns mit“, sagt der ARD-Vorsitzende und Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm. Aber „der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit wird immer größer. Entsprechend müssen wir kreative Talente erkennen, sie aufbauen und halten“. Klingt vernünftig. Doch die einstigen Experimentierlabors der ARD, die Dritten, sind keine Startrampen für junge Talente mehr, sondern verwalten das Gewohnte. „Mittlerweile machen die Dritten Heimatfernsehen mit den schönsten Brücken der Hessen und den 21 tollsten Talsperren von Nordrhein-Westfalen“, kritisierte Entertainer Bastian Pastewka im Podcast „Fragen wir doch“.

Aber eine Notlage kann auch ihr Gutes haben, weil sie zum Handeln zwingt. ProSiebenSat.1 baut gerade mit dem US-Medienkonzern Discovery eine gemeinsame Streamingplattform für deutsche Kunden auf. Start: noch in diesem Jahr. Die bisherigen Angebote Maxdome, 7TV und Eurosport Player sollen darin aufgehen. Die Konkurrenz darf mit einsteigen, ziert sich aber noch.

„Die Uhr tickt“: Allianzen wie bei der Produktion der Serie „Babylon Berlin“ sollen das Überleben sichern. Quelle: ARD

Die ARD hat sich für die 40-Millionen-Euro-Serie „Babylon Berlin“ erstmals mit Sky zusammengetan. Motto: Deine Feinde sind auch meine. Um mithalten zu können, müssen die Sender aus alten Mustern heraus. „Die Uhr tickt“, warnte Produzent Nico Hofmann, Geschäftsführer der UFA GmbH („Unsere Mütter, unsere Väter“, „Ku’damm 56/59“), jüngst. „Es reicht nicht, Free-TV-Projekte in die Mediatheken zu stellen und zu warten, bis auch der letzte Zuschauer sie gesehen hat.“ Sein Rezept: Zusammenhalt. Eine Allianz fürs Überleben.

Schönreden hilft ja nichts. RTL zum Beispiel hat eine putzige Studie in Auftrag gegeben. Deren Ergebnis: Die Flucht in Traumwelten mache einsam. Das analoge Fernsehen dagegen strukturiere den Tag mit festen Sendeplätzen und liefere „Realitätsbezug“, konstatieren die Forscher im RTL-Auftrag, während Streamingdienste eine „Traumblase konstruieren“, in die der Nutzer „suchtartig in parallele Welten eintaucht, die bisher den persönlichen Tagträumen vorbehalten waren“. Der Nutzer sei „lost im Stream“. Das erinnert an Bill Gates’ legendäres Fehlurteil von 1993: Das Internet sei „nur ein Hype“. Braucht man wirklich die „Tagesschau“, um zu wissen, wann es Abend ist?

Sicher ist: Die Sehnsucht nach Gemeinsamkeiten im Publikum ist groß. Das ist der Grund, warum Live­erlebnisse wie Popkonzerte und Musicals boomen. Denn weniger vereinigende Kraft, weniger kollektives Erleben bedeutet am Ende: Jeder glotzt für sich allein. Genau das könnte dem linearen Fernsehen am Ende im Kampf gegen die globalen Geschichtenerzähler das Überleben sichern: Livefernsehen. Es ist ironischerweise ein Rezept aus der Frühzeit des Mediums. Das Motto also könnte lauten: Zurück in die Zukunft.

Disclaimer: In der vorliegenden Textfassung ist die Kostenstruktur von TVNOW (vormals RTL NOW) korrigiert und präzisiert worden.

Schneller, schärfer, vielseitiger: Sieben Trends der „Fernsehwelt“

1Die Tarife werden komplizierter – und teurer: Wo lief noch mal „The Marvelous Mrs. Maisel“? Kommt „Modern Family“ jetzt bei Netflix oder Maxdome? Läuft die dritte Staffel von „True Detective“ bei Sky oder Amazon? Die Zahl der Anbieter wächst. Es wird komplizierter – und teurer. Beispielrechnung: Die großen Streamingdienste Amazon Video (ab 5,75 Euro im Monat), Netflix (ab 7,99 Euro) sowie Maxdome (7,99 Euro), dazu ein monatlich kündbares Sky-Ticket-Paket ohne Sport und Bundesliga (9,99 Euro) und die RTL-Mediathek TVNOW (im Basisdienst mit Werbung kostenlos, im erweiterten und werbefreien Premium-Paket 4,99Euro) sowie der Rundfunkbeitrag (17,50 Euro) und eine Kabelgebühr mit Internetflatrate (ab etwa 20 Euro) – das alles kostet zusammen schnell mehr als 70 Euro im Monat. Eine ständig aktualisierte Übersicht, welche Show mit welcher Flatrate bei welchem Anbieter läuft, findet sich etwa unter: www.werstreamt.es

2Die Technik wird komplexer:

Moderne Fernseher haben Smart TV an Bord – die wichtigsten Apps wie Netflix, Youtube oder die Mediatheken sind vorinstalliert. Die Fernseher von Sony und Philips arbeiten dafür mit dem Androi d-Betriebssystem von Google, Panasonic, LG und Samsung haben ihre eigenen Plattformen entwickelt. Die Alternative sind WLAN-Boxen oder -Sticks wie Apple TV oder Amazon Fire. Das bedeutet bei älteren TV-Geräten: immer mal wieder abtauchen zu den Staubflocken hinter dem Fernseher, um ein neues Zauberkästchen zu installieren. HD-Sender und Ultra-HD-Sender kosten weiterhin oft extra. Wiederholte Versuche, Spielereien wie 3-D-TV in den Markt zu drücken, verpufften bisher weitgehend wirkungslos. Die Sprachsteuerung dagegen wird die Fernbedienung mittelfristig wohl ersetzen. In Zukunft werden sämtliche Entertainmentkomponenten (Musik, Film, TV, Internet, eigene Medien) smart vernetzt sein.

3Die Übersicht wird einfacher:

Das ferne Ziel aller Anbieter ist ein zentrales, übersichtliches TV-Gesamtangebot, mit dem Fernsehen „so einfach funktioniert wie Strom“ (Netflix-Chef Reed Hastings). Kunden sollen künftig alle ihre TV-Quellen, Abonnements, Livesender, Mediatheken und Streaming-Apps gebündelt verwalten können. Welche Plattform das sein wird, entscheidet der Markt. Sky preist seine eigene Nutzungssoftware Sky Q als „einfaches und komfortables Angebot aus einer Hand“. Hoffnungen machen auch Amazon Fire und Google. Doch ein vollständiges Portfolio bietet noch niemand.

4Die Suche wird intelligenter:

Die bisherigen Suchalgorithmen haben Schwächen. Oft schlagen sie nach einer Serie einfach die zweitbeste zum selben Thema vor. In Zukunft wird auch künstliche Intelligenz dabei helfen, in der Bilderflut nach maßgeschneiderten Vorschlägen für jeden einzelnen Zuschauer zu suchen. Die lernenden Maschinen lesen die Nutzergewohnheiten, verknüpfen sie mit den Metadaten von Programminhalten – und leiten daraus Empfehlungen ab.

5Das Angebot wird reichhaltiger:

Um auf Teufel komm raus Erlöse zu erzielen, sparten die RTL-Gruppe und ProSiebenSat.1 jahrelang dort, wo Innovation am nötigsten gewesen wäre: in den Redaktionen und bei den Inhalten. Doch unter Druck investieren sie wieder: 8 Milliarden Euro stecken die Privatsender in der TV-Saison 2018/19 gemeinsam ins deutsche Fernsehprogramm. Es ist fast genau die Summe, die Netflix allein ausgibt – allerdings weltweit. „Babylon Berlin“ von Sky und der ARD, „Dark“ von Netflix, „Bad Banks“ beim ZDF und „4 Blocks“ bei TNT waren nur der Anfang – deutsche Fiktion erlebt einen Frühling voller neuer Blüten.

6Die Mediatheken werden komfortabler:

„Jüngere Menschen können nicht nachvollziehen, warum eine internationale Kaufserie, die das ZDF in seinem linearen Angebot zeigt, nicht in der Mediathek zu finden ist“, sagt ZDF-Intendant Thomas Bellut. „Unsere Mediatheken müssen sich viel stärker an den Bedürfnissen der Zuschauer orientieren“, findet auch NDR-Intendant Lutz Marmor. Die Sieben-Tage-Regel, wonach die meisten Inhalte laut Rundfunkstaatsvertrag nur eine Woche angeboten werden dürfen, soll nach dem Willen der Politik fallen – und zwar zum 1. Mai dieses Jahres. Außerdem dürfen Sendungen dann häufiger als bisher schon vor der Ausstrahlung angeboten werden. Die öffentlich-rechtlichen Mediatheken werden damit zu gebührenfinanzierten Multimediaplattformen. Das ist der privaten Konkurrenz ein Dorn im Auge.

7Interaktion wird wichtiger:

Der Zuschauer der Zukunft wird nicht nur über sein persönliches Programm, sondern auch über die Inhalte einer Sendung mitbestimmen können. Schon jetzt experimentieren TV-Produzenten mit alternativen Szenarien einer Geschichte, über die Zuschauer entscheiden. In sogenannten immersiven Shows werden Zuschauer von zu Hause aus virtuell in Livesendungen zu Gast sein und eine aktive Rolle spielen. Das „semantische Fernsehen“ kombiniert TV- und Webinhalte – und liefert zum Beispiel zum laufenden Film Informationen (und Kaufvorschläge) direkt aufs Handy.

Von Imre Grimm/RND

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