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Deutschland / Welt „Versuchen Sie es mit Respekt“ – Das sagt der Iran zu Trumps Drohung
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Versuchen Sie es mit Respekt“ – Das sagt der Iran zu Trumps Drohung
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15:38 20.05.2019
Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif. Quelle: Pavel Golovkin/AP/dpa
Teheran

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Drohung mit dem „offiziellen Ende“ Irans „genozidale Sticheleien“ vorgeworfen.

Auf Trumps Tweet, ein Krieg mit den USA werde die Islamische Republik zerstören, verwies Sarif auf die lange persische Geschichte: Trump hoffe, zu erreichen, was Alexander dem Großen, Dschingis Khan und anderen Aggressoren nicht gelungen sei.

„Iraner haben sich Jahrtausenden Aggressoren entgegengestellt, die alle verschwunden sind.“ Er beendete seinen Tweet mit #neverthreatenaniranian und: „Versuchen Sie es mit Respekt - es funktioniert!“

Deeskalation und größtmögliche Zurückhaltung

Das Auswärtige Amt hat angesichts zunehmender Spannungen im Iran erneut zur Deeskalation aufgerufen. Auf die Frage ob Außenminister Heiko Maas (SPD) einen Tweet von US-Präsident Donald Trump verurteile, in dem dieser mit dem offiziellen Ende des Iran droht, sagte ein Sprecher:

„Alle Seiten sind aufgefordert, größtmögliche Zurückhaltung zu üben und die Situation nicht weiter anzuheizen.“ Aus dem Kanzleramt hieß es zum Tweet: „Die Bundesregierung hat die Äußerungen zur Kenntnis genommen, aber sie kommentiert die Aussage nicht.“

Auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini mahnt alle Beteiligten zur Zurückhaltung. „Die Region braucht keine weiteren Elemente der Destabilisierung“, sagte eine Sprecherin Mogherinis. „Jede Provokation muss vermieden werden.“

Großbritannien warnt: Entschlossenheit der USA nicht unterschätzen

Großbritannien hat an die Konfliktparteien am Persischen Golf appelliert, eine militärische Konfrontation zu vermeiden und die Lage zu deeskalieren. Außenminister Jeremy Hunt, er habe mit seinem amerikanischen Kollegen Mike Pompeo viele Gespräche über den Iran geführt.

Daher warne er Teheran, nicht „die Entschlossenheit der USA zu unterschätzen“. Die US-Regierung suche weder einen Konflikt noch wolle sie einen Krieg mit dem Iran, „aber wenn amerikanische Interessen angegriffen werden, werden sie zurückschlagen. Und das ist etwas, was die Iraner sehr, sehr sorgfältig bedenken müssen.“

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Hunt sagte, die aufgeheizte Atmosphäre bedrohe über den Iran hinaus die gesamte Region. In den vergangenen Tagen hatte es Meldungen über Sabotage an Tankern im Persischen Golf und am Wochenende einen Raketeneinschlag nahe der US-Botschaft in Bagdad und Raketenbeschuss schiitischer Huthi-Rebellen im Jemen auf Saudi-Arabien gegeben.

Konkret hatte Trump geschrieben: „Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!“ Zuvor hatte sich der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden kämpferisch geäußert.

Zwar wollten der Iran und seine Revolutionsgarden keinen Krieg, betonte Hussein Salami nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Isna. Allerdings fürchteten sie sich auch nicht davor, fügte er hinzu.

Von RND/dpa/lf

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