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Deutschland / Welt Versand von Rohrbomben: Verdächtiger bekennt sich schuldig
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Versand von Rohrbomben: Verdächtiger bekennt sich schuldig
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07:11 22.03.2019
Polizisten am abgesperrten Time Warner Center. Auch dort wurde eine Rohrbombe gefunden (Archivfoto). Quelle: Kevin Hagen/AP
New York

In den USA hat ein Anhänger von Präsident Donald Trump eingeräumt, Kritikern seines Idols Rohrbomben geschickt zu haben. Der Mann aus Florida bekannte sich am Donnerstag (Ortszeit) vor einem New Yorker Richter schuldig, im vergangenen Jahr Pakete mit Sprengsätzen an 16 Adressen verschickt zu haben – unter ihnen Trumps gescheiterte Gegenkandidatin Hillary Clinton, Ex-Präsident Barack Obama, der Milliardär George Soros, der Schauspieler Robert De Niro und der Fernsehsender CNN.

Keiner der Sprengsätze explodierte. Dennoch verschärfte jede Meldung von einem neuen Bombenfund die Spannung vor den Zwischenwahlen im November. Der mutmaßliche Täter lebte in einem Kleinbus, der über und über mit Trump-Aufklebern dekoriert war. Daneben fanden sich Bilder von Trump-Kritikern, über die Fadenkreuze gemalt waren.

„Es tut mir extrem leid“, sagte der Mann vor einem Bundesgericht in New York. Er habe nicht gewollt, dass die Sprengsätze explodieren. Er sei sich aber bewusst gewesen, dass sie explodieren konnten.

Wegen seines Schuldeingeständnisses ließen die Staatsanwälte einen Anklagepunkt fallen, der mit lebenslanger Haft einherging. Er könnte trotzdem sein Leben hinter Gittern verbringen: Angeklagt ist er in 65 Punkten, unter anderem wegen der Nutzung einer Massenvernichtungswaffe und des Verschickens von Sprengstoff mit Tötungsabsicht. Das Urteil wird am 12. September erwartet.

Von RND/AP