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Deutschland / Welt US-Bericht: Nordkorea arbeitet an geheimen Raketen-Standorten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt US-Bericht: Nordkorea arbeitet an geheimen Raketen-Standorten
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19:35 12.11.2018
Satellitenaufnahmen zeigen das Atomtestgelände Punggye-ri, das laut Nordkoreas unbrauchbar gemacht wurde.
Satellitenaufnahmen zeigen das Atomtestgelände Punggye-ri, das laut Nordkoreas unbrauchbar gemacht wurde. Quelle: Uncredited/©2018 DigitalGlobe, a Maxar company/AP/dpa
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Washington

US-Experten haben nach eigenen Angaben 13 geheime Standorte des nordkoreanischen Raketenprogramms lokalisiert. Das geht aus einem Bericht der „New York Times“ hervor. Mithilfe kommerzieller Satteliten seien die Anlagen aufgespürt worden, in denen die Führung in Pjöngjang Raketen und andere Technologien entwickle und baue, hieß es am Montag in einem Bericht des Forschungsinstituts Center for Strategic and International Studies. Nordkorea habe dies nicht offengelegt und täusche die amerikanischen Verhandlungspartner, hieß es.

Es wird geschätzt, dass Nordkorea an insgesamt 20 geheimen Standorten weiter Raketen baut, auch wenn es seine Tests nach einem Treffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump im Juni eingestellt hatte.

An den entdeckten Standorten gebe es keine Startvorrichtungen, und teilweise seien sie auch sehr rudimentär, hieß es in dem Bericht der Instituts. Sie zeigten aber das Ausmaß des nordkoreanischen Raketenprogramms und die Entschlossenheit, dieses auch geheim zu halten, schrieben die Autoren.

Treffen zwischen US-Außenminister und nordkoreanischem General verschoben

US-Präsident Donald Trump spricht regelmäßig von großen Fortschritten bei den Gesprächen mit Nordkorea. Im Juni hatte er sich in Singapur mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem historischen Gipfel getroffen. Kim hatte dort seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekundet. Er hatte bisher aber keine konkreten Zusagen gemacht, wann und wie sein bestehendes Atomwaffen- und Raketenarsenal abgebaut werden soll. Auch ist noch unklar, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. In den nächsten Monaten soll ein zweites Treffen Trumps mit Kim stattfinden.

Ursprünglich hatte sich US-Außenminister Mike Pompeo vor wenigen Tagen in New York mit Nordkoreas Chefunterhändler Kim Yong Chol treffen wollen, um den zweiten Gipfel vorzubereiten. Das Treffen war jedoch kurzfristig auf ein unbestimmtes Datum verschoben worden.

Trump verkauft seine Nordkorea-Politik seit Monaten als großen Erfolg. Die „New York Times“ schrieb unter Berufung auf die neuen Erkenntnisse, die nordkoreanische Führung speise die US-Regierung bewusst mit kleinen Entgegenkommen ab, während sie hinter den Kulissen einen Ausbau des eigenen Raketenarsenals forciere.

Von RND/AP/dpa