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Deutschland / Welt Behörde bezeichnet Vergleich der Stickoxid-Werte als unseriös
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Behörde bezeichnet Vergleich der Stickoxid-Werte als unseriös
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13:32 20.11.2018
Ein Fahrverbotsschild für Fahrzeuge mit Diesel-Motor bis Euro5 steht an der Max-Brauer-Allee. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Seit Ende Mai 2018 ist das erste Diesel-Fahrverbot in Hamburg in Kraft. Doch die Luftqualität hat sich einem Bericht des NDR zufolge nicht verbessert. Der Jahresvergleich der Stickoxid-Werte im Oktober 2017 und 2018 ergab demnach, dass der Abgas-Ausstoß auf den zwei betroffenen Straßen sogar um 23 Prozent gestiegen ist. Gemessen wurde an den von den Fahrverboten betroffenen Straßen Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße.

Die beiden Messstationen registrierten dem Bericht zufolge im Monatsmittel im Oktober 48 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft. Im Oktober des Vorjahres waren es - ohne Diesel-Fahrverbot - nur 39 Mikrogramm. Der Grenzwert von 40 Mikrogramm wurde dementsprechend überschritten. Gleichzeitig sollen die Messstationen ohne Diesel-Fahrverbot in der Habichtstraße und der Kieler Straße lediglich eine geringe Erhöhung von 17 und 22 Prozent registriert haben.

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Die Umweltbehörde bezeichnete einen solchen Vergleich von Monatswerten am Dienstag als nicht seriös und aussagekräftig. „Der Oktober 2018 war ein ganz anderer als der Oktober 2017“, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde. Der Monatsvergleich liefere keine belastbare Zahl.

Luftreinhalteplan soll Wirkung bis 2020 entfalten

Entscheidend seien Jahresmittelwerte, die im April vorliegen würden. Zudem enthalte der Luftreinhalteplan für Hamburg eine Vielzahl von Maßnahmen, von denen die Fahrtbeschränkungen für ältere Diesel nur eine seien. Der Luftreinhalteplan soll seine Wirkung bis 2020 entfalten.

Die Durchfahrtsbeschränkungen gelten in Hamburg für ältere Dieselautos und Lastwagen seit dem 31. Mai 2018 auf zwei Straßenabschnitten. Damit sollte die Stickoxid-Belastung in diesem besonders belasteten Bereich reduziert werden. Von den Verboten betroffen sind alle Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro-6 erfüllen.

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Von RND/ngo

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