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Deutschland / Welt Tränengas und brennende Autos: Neue Ausschreitungen bei „Gelbwesten“-Demo
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22:13 13.04.2019
In Toulouse in „Gelbwesten“ und Polizisten erneut aneinander geraten (Archivbild). Quelle: Rafael Yaghobzadeh/AP/dpa
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Toulouse

Bei neuen Protesten der „Gelbwesten“-Bewegung ist es am Samstag in der südwestfranzösischen Stadt Toulouse zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Die Polizei nahm nach offiziellen Angaben vom frühen Abend 37 Menschen fest. 14 Menschen kamen der örtlichen Präfektur zufolge ins Krankenhaus: elf Demonstranten, zwei Passanten und ein Angehöriger der Sicherheitskräfte. Niemand von ihnen sei in einem kritischen Zustand.

Der Nachrichtensender Franceinfo meldete, dass die Polizei auf Demonstranten losgegangen sei und Tränengas eingesetzt habe. Protestler hätten ihrerseits einen geparkten Anhänger in Brand gesetzt.. Ein Reporter des Senders „France 3“ teilte Aufnahmen via Twitter.

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In Paris blieben die Proteste zunächst ruhig, die Polizei meldete aber 15 Festnahmen und 5885 Personen- und Fahrzeugkontrollen. Die Proteste richteten sich auch gegen ein neues Gesetz, das der Polizei mehr Durchgriffsrechte im Umfeld von Demonstrationen verleiht. Es beinhaltet auch ein Vermummungsverbot mit Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr für Personen, die bei Demonstrationen ohne einen legitimen Grund ihrer Gesichter verhüllen.

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Die „Gelbwesten“-Proteste hatten im vergangenen Jahr als Reaktion auf geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen und laufen bereits seit 22. Wochen. Zuletzt hatte die Zahl der Teilnehmer jedoch stark abgenommen. Wie Franceinfo unter Berufung auf das Innenministerium in Paris berichtete, nahmen am vergangenen Samstag landesweit 22.300 Menschen an den Protesten teil. Laut dem Sender waren das so wenige wie nie zuvor seit dem ersten Protest-Wochenende der Bewegung Mitte November. An diesem Samstag beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums landesweit 31.000 Menschen an den Protesten, 1500 davon in Paris, berichtete Le Monde.

Den Namen haben die Demonstranten von den Warnwesten, die viele von ihnen tragen. Inzwischen richten sich die Demonstrationen auch allgemein gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron.

Von RND/dpa

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