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Deutschland / Welt Suche nach Verdächtigen: Explosionen und Schüsse bei Razzia in Sri Lanka
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19:43 26.04.2019
Spezialeinsatzkräfte der Polizei patrouillieren in Sri Lankas Hauptstadt Colombo. Quelle: Getty Images
Colombo

Nach den Anschlägen vom Ostersonntag mit mehr als 250 Toten in Sri Lanka ist es dort bei einer Razzia zu drei Explosionen und einer Schießerei gekommen. In einem Wohnhaus im Osten des Landes wurden am Freitagabend bei mutmaßlichen Islamisten zunächst unter anderem mehrere Sprengstoffwesten, Materialien zur Herstellung von Bomben und eine Drohne gefunden, wie die Polizei mitteilte.

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Die Sicherheitskräfte entdeckten zudem eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und Kleidung, die von einem angeblichen Bekennervideo der Attentäter vom Ostersonntag stammen könnten, die das Sprachrohr des IS verbreitet hatte. Sieben junge Muslime wurden festgenommen.

Kurz darauf wollten die Polizisten und Soldaten in der Nähe zwei weitere Häuser durchsuchen; dabei gab es in einem der Gebäude drei Explosionen. Anschließend wurde auf die Einsatzkräfte geschossen. Es schloss sich eine rund zweistündige Schießerei an. Nach ersten Berichten gab es mindestens einen Verletzten mit Schusswunden.

Mehrere mutmaßliche Terroristen verschanzten sich. Der Ort des Geschehens befindet sich nicht weit von der Stadt Batticaloa, wo am Ostersonntag eine Kirche angegriffen worden war. Die Polizei hatte zuvor über neuerliche Anschlagspläne von Islamisten in dem Inselstaat berichtet.

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Sieben Selbstmordattentäter hatten sich am Ostersonntag nahezu gleichzeitig in drei Kirchen in mehreren Städten und drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo in die Luft gesprengt. Ein weiterer Anschlag auf ein Fünf-Sterne-Hotel scheiterte. Einige Stunden später explodierten zwei weitere Bomben in einem kleinen Hotel und in einem Wohnhaus in Vororten Colombos. Insgesamt kamen mehr als 250 Menschen ums Leben.

Der IS reklamierte die Selbstmordanschläge für sich. Als Täter macht Sri Lanka eine einheimische Islamistengruppe verantwortlich, die aber Hilfe aus dem Ausland gehabt haben müsse.

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Von RND/dpa