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Deutschland / Welt Sri Lanka: Gespaltenes Land mit brüchigem Frieden
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13:49 21.04.2019
Dieses Standbild von einem Video von Hiru TV zeigt die Innenansicht der St.-Antonius-Kirche nach einer Explosion. Quelle: Uncredited/Hiru TV/dpa
Colombo

Die Terroranschläge auf mehrere Kirchen und Hotels in Sri Lanka haben mehr als 190 Menschen das Leben gekostet. Das Land ist seit jeher tief gespalten, und Gewalt ist dort keine Seltenheit. Das sind Fakten.

Sri Lanka ist ein Inselstaat im Indischen Ozean. Die offizielle Hauptstadt mit dem Regierungssitz heißt Sri Jayewardenepura, de facto gilt aber Colombo als Hauptstadt. Das Land ist religiös gespalten.

+++ Mehr als 190 Tote bei Anschlägen in Sri Lanka +++

Die Tropeninsel mit ihren knapp 21 Millionen Einwohnern ist mehrheitlich buddhistisch. Rund 12,6 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, 9,7 Prozent Muslime und 7,4 Prozent Christen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der verschiedenen Religionsgemeinschaften.

Bürgerkrieg endete 2009

Seit Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009 wurden nach Angaben des Auswärtigen Amts in Sri Lanka bis zum 21. April 2019 keine Terroranschläge mehr verübt. Militär und Polizei seien aber „weiterhin sichtbar präsent“.

Im Bürgerkrieg von 1983 bis 2009 kämpften die „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ (LTTE) für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden der Insel. Die Tamilen sind zumeist Hindus. Die LTTE verübte im ganzen Land Selbstmordanschläge und sprengte Züge in die Luft. Die Armee bombardierte das Siedlungsgebiet der Tamilen. Schätzungen zufolge starben während des Bürgerkriegs an die 100 000 Menschen.

In Sri Lanka sind bei Anschlägen auf Kirchen und Hotels fast 300 Menschen ums Leben gekommen.

LTTE gilt als Terrorgruppe

Die LTTE wurde unter anderem von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft. Auch der staatlichen Armee werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.

Heute ist die LTTE zerschlagen. Doch der Konflikt schwelt weiter. Etliche Tamilen suchen noch nach Angehörigen, die nach 2009 in Internierungslager der Armee kamen und seitdem verschwunden sind. Menschenrechtsorganisationen berichten von bis heute anhaltenden Entführungen, Vergewaltigungen und Folter von Tamilen durch Sicherheitskräfte.

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Von RND/dpa

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