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Deutschland / Welt So viel kostet das Brexit-Chaos die britische Wirtschaft pro Woche
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15:44 04.04.2019
Ein Anti-Brexit-Demonstrant vor einigen Protest-Plakaten. Quelle: imago images / ZUMA Press
Berlin

Die britische Politik ist tief gespalten, wie es beim Brexit weitergehen soll. Zumal nach wie vor unklar ist, ob es nun zu einem geregelten oder zu einem ungeregelten Austritt aus der EU kommen wird. Schon jetzt hat das spürbare Auswirkungen auf die britische Wirtschaft, zeigt ein Bericht der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Bericht schreibt, hat Großbritannien durch das Chaos rund um den Brexit fast 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eingebüßt (Stand: Ende 2018). Die Kosten insgesamt beziffert die Bank auf 600 Millionen Pfund pro Woche. Als einen Hauptgrund für die Verluste nennt die US-Bank die Unsicherheit in Bezug auf den Brexit – was Investoren abschrecke.

Goldman Sachs hatte für ihre Schätzungen die Wachstumspfade des britischen BIP vor und nach dem Referendum verglichen sowie auch einen Vergleich zu anderen ähnlich großen Wirtschaftsnationen.

Auslandsinvestitionen gesunken

Bereits im Juli 2018 hatte das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer Studie berichtet, dass die Investitionen von Ausländern in die britische Wirtschaft drastisch eingebrochen sind. Demnach waren diese im Jahr 2017 auf 15 Milliarden Euro gesunken. Im Schnitt der Jahre 2010 bis 2016 – also vor dem Referendum – waren es jährlich noch knapp 66 Milliarden Euro, wie damals die Rheinische Post unter Berufung auf die Studie berichtete.

Damit das Brexit-Chaos doch noch zu einem Ende findet, haben sich inzwischen die britische Premierministerin Theresa May und Oppositionsführer Jeremy Corbyn zu Gesprächen getroffen. Auch an diesem Donnerstag wollen sie weiter an einem parteiübergreifenden Kompromiss feilen. Und in Brüssel informiert die EU-Kommission darüber, wie sie sich in den Bereichen Verkehr, Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit für den Fall eines No-Deal-Brexits vorbereitet hat.

Der weitere Brexit-Fahrplan:

– Freitag, 5. April: Wie ist die EU-Kommission in Umwelt- und Fischereifragen auf einen möglichen No-Deal-Brexit vorbereitet? Das will die EU-Kommission in Brüssel erläutern.

– Montag, 8. April: Für eine ursprünglich für diesen Tag geplante erneute Abstimmung im britischen Unterhaus über Alternativen zum Brexit-Abkommen von Premierministerin May gab es am Mittwoch keine Mehrheit im Parlament. Allerdings ist damit nicht ausgeschlossen, dass die Regierung noch selbst über Alternativen abstimmen lässt.

– Dienstag, 9. April: Die Uhr tickt. Will May beim Brexit-Sondergipfel am Mittwoch ein klares Ja der 27 übrigen EU-Staats- und Regierungschefs für eine Verlängerung der Austrittsfrist bis zum 22. Mai erreichen, müsste sie spätestens am Dienstag einen vierten Anlauf wagen, um doch noch die Zustimmung des Parlaments für den Austrittsvertrag zu bekommen.

– Mittwoch: 10. April: Die EU wird bei einem Sondergipfel in Brüssel über einen Ausweg aus der Brexit-Krise beraten. Dort soll die britische Seite mitteilen, wie es nun aus ihrer Sicht weitergehen soll.

– Donnerstag, 12. April: Die Frist für den Austritt Großbritanniens aus der EU läuft um 24 Uhr aus. Es droht ein chaotischer Brexit, falls sich beide Seiten nicht auf eine erneute Verlängerung einigen. Voraussetzung für eine Verschiebung über den 22. Mai hinaus wäre jedoch die Teilnahme der Briten an der Wahl zum Europaparlament. Wollen die Briten das Europaparlament mitwählen, müssen sie das nach britischem Recht spätestens am 12. April entschieden haben.

– Mittwoch, 22. Mai: Der Tag vor dem Beginn der Europawahl ist das Datum, das die britische Regierungschefin für einen geordneten EU-Austritt anpeilt. Das geht allerdings nur, wenn vor dem 12. April ihr Brexit-Deal vom Unterhaus abgesegnet worden sein sollte - und die EU einer weiteren Verlängerung zugestimmt hat.

– 23. bis 26 Mai: Wahl zum Europaparlament

Von RND/das/dpa

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