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Deutschland / Welt Selbstmordanschlag auf Journalisten in Somalia
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Selbstmordanschlag auf Journalisten in Somalia
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09:32 21.09.2012
Foto: Ein Selbstmordattentäter hat in Mogadischu mindestens 14 weitere Menschen mit in den Tod gerissen.
Ein Selbstmordattentäter hat in Mogadischu mindestens 14 weitere Menschen mit in den Tod gerissen. Quelle: dpa
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Mogadischu

Etwa 20 weitere Menschen wurden verletzt, als die Täter ihre Sprengstoffgürtel vor dem beliebten Restaurant detonieren ließen. Unter den Opfern sind mindestens drei Journalisten sowie mehrere Kellner, berichteten Augenzeugen.

Herbeigeeilten Helfern bot sich ein Bild des Grauens. Viele Menschen seien verbrannt oder in Stücke gerissen worden, hieß es. Das Restaurant „The Village“ galt als beliebter Treffpunkt von Pressevertretern, Geschäftsleuten und Politikern.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat, jedoch wird vermutet, dass erneut die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz für die Attacke verantwortlich ist. Die Gruppe, die in Somalia einen islamischen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia errichten will, hat zahlreiche blutige Anschläge verübt.

Das Attentat ereignete sich vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden politischen Stabilisierung in dem ostafrikanischen Bürgerkriegsland. Erst in der vergangenen Woche war der ehemalige Universitätsdekan Hassan Sheikh Mohamud zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der moderate Islamist will nach Jahren des politischen Chaos Recht und Ordnung durchzusetzen. Zwei Tage nach seiner Wahl hatte die Al Schabaab bereits einen Anschlag auf ihn verübt, den er jedoch unverletzt überlebte.

dpa

Klaus Wallbaum 20.09.2012