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08:59 16.02.2014
Könnte bald am Zug sein: Matteo Renzi, Vorsitzender der Demokratischen Partei (PD) in Italien. Quelle: dpa
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Rom

Die Vorbereitungen für die Bildung einer neuen Regierung in Italien gehen am Sonntag in die entscheidende Phase. Staatspräsident Giorgio Napolitano könnte nach dem Ende seiner Gespräche mit den Parteien den Auftrag an Matteo Renzi erteilen. Der 39-jährige Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD) gilt als Favorit für den Posten des Regierungschefs. Er könnte nach seinem Sieg im parteiinternen Machtkampf gegen den bisherigen Regierungschef Enrico Letta zum jüngsten Ministerpräsidenten des Landes avancieren.

Es wird erwartet, dass Renzi noch am Sonntag mit der Suche nach einer Mehrheit im Parlament beginnt und anschließend die Arbeiten an seinem neuen Kabinett weiter vorantreibt. Der Bürgermeister von Florenz hatte sich bereits am Samstag mit einigen Ministerkandidaten getroffen. In den Medien wird seit Tagen über mögliche neue Minister unter Renzi spekuliert.

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Um die Bildung einer neuen Regierung vorzubereiten, hatte Napolitano am Samstag mit Vertretern mehrerer Parteien gesprochen. „Diese Konsultationen hatten einen sehr starken Rhythmus und hatten nichts Gewöhnliches oder Formelles“, sagte Napolitano. Nach den schnellen Gesprächen bleibe nun mehr Zeit für die folgenden Schritte zur Bildung einer neuen Regierung. Die PD hatte Napolitano zuvor Renzi als neuen Regierungschef empfohlen.

Auch der wegen Steuerbetrugs rechtskräftig verurteilte Silvio Berlusconi beriet mit der Delegation seiner Partei Forza Italia (FI) mit Napolitano. Er bekräftige, dass sich seine Partei nicht an der neuen Regierung beteiligen werde, Zusagen für die Unterstützung von Reformen, etwa ein neues Wahlrecht, seien jedoch weiterhin gültig.

Es wird nun erwartet, dass Renzi mit der gleichen Mehrheit wie Letta regieren könnte. Der Chef der Mitte-Rechts-Partei Nuovo Centrodestra (Ncd), Angelino Alfano, stellte die Kooperation des größten Koalitionspartners in Aussicht. „Italien braucht und verdient große Dinge. Wir sind bereit für diese großen Dinge“, sagte er.

Die Erwartungen an Renzi sind hoch, nachdem dieser angekündigt hatte, Italien mit konsequenten Reformen entschlossen aus der Krise führen zu wollen. Auf ihn warten große Herausforderungen wie etwa ein neues Wahlrecht oder der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Er wäre bereits der dritte Ministerpräsident seit dem Rücktritt Berlusconis 2011.

dpa

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