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Deutschland / Welt Politik will schärfer gegen korrupte Ärzte vorgehen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Politik will schärfer gegen korrupte Ärzte vorgehen
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13:56 12.09.2009
SPD und CDU wollen deutlich schärfer als bisher gegen kriminelle Ärzte vorgehen.
SPD und CDU wollen deutlich schärfer als bisher gegen kriminelle Ärzte vorgehen. Quelle: Johannes Eisele/ddp
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Um das Kartell des Schweigens in den Krankenhäusern aufzubrechen, verlangte Lauterbach ein Gesetz, das aussagebereite Mitarbeiter schützen soll. Unterstützung bekam der SPD-Politiker von Willi Zylajew (CDU), zuständig für Pflegepolitik in der Unions-Bundestagsfraktion. Er schlug eine umfassende Kronzeugenregelung vor und forderte spezielle Schwerpunktstaatsanwaltschaften. Sie sollen mit Juristen und Medizinern besetzt werden, um „die Auswüchse mit aller Härte zu bekämpfen“.

Anlass für die Vorschläge der beiden Politiker sind zwei Prozesse, die in den kommenden Tagen beginnen. Ab 17. September wird vor dem Landgericht in Mönchengladbach dem ehemaligen Chefarzt Arnold P. der Prozess gemacht. Laut Anklage soll der Inhaber des St.-Antonius-Krankenhauses in Wegberg am Niederrhein aus Gewinnstreben den Tod von sieben Menschen verschuldet haben. Vier Tage später, am 21. September, beginnt vor dem Landgericht Essen das Verfahren gegen den Leber-Transplanteur Christoph B. Dem suspendierten Chefarzt der Universität Essen wird Bestechlichkeit, besonders schwerer Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Er soll von Kassenpatienten Geld verlangt haben, damit er ihnen das lebensrettende Organ früher transplantierte.

ddp