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Deutschland / Welt Verfasser der Morddrohungen an NRW-Politiker forderte Geld
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Verfasser der Morddrohungen an NRW-Politiker forderte Geld
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18:01 21.06.2019
Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat schon mehrfach Morddrohungen erhalten. Die Behörden sind nach dem Mord am Kassler CDU-Politiker Walter Lübcke alarmiert. Quelle: Federico Gambarini/dpa
Berlin/Köln

Im Fall der Morddrohungen gegen die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein scheint der Verfasser nicht zum ersten Mal E-Mails mit Drohungen an Politiker verschickt zu haben. Davon gehen die Ermittler laut NRW-Innenminister Herbert Reul aus.

Der CDU-Politiker sagte am Donnerstag in einem WDR-Interview: „Wir wissen, dass es einer ist, der häufiger in den letzten Jahren mit solchen Mails aufgetaucht ist.“ Beide NRW-Kommunalpolitiker erhielten diese Woche per E-Mail Todesdrohungen.

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Es sei allerdings auffällig, dass der Verfasser Geld fordere. „Das Ganze mit politischen Aussagen unterstützt. Der ganze Brief ist ja rechtsradikal formuliert, und deswegen muss man das sich sehr genau angucken.“ Man müsse jetzt sorgfältig prüfen, ob die Gefahren ganz konkret seien. „Vor allem, weil es sich in zwei Fällen ja auch um Politiker handelt, bei denen ein solcher Anschlag ja schon mal stattgefunden hat“, sagte Reul weiter.

Reker: „Menschen sind bereit, Grenzen zu überschreiten“

Reker selbst erzählt im „Spiegel“-Interview, dass sie in den vergangenen Jahren mehrfach Morddrohungen erhalte habe. Sie sei deshalb nicht beunruhigt, lese solche Drohbriefe gar nicht. Was sie beunruhige, sei „dass sich etwas in unserer Gesellschaft verändert hat, dass sie verroht und Menschen bereit sind, Grenzen zu überschreiten“.

Den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke nannte sie einen „Anschlag neuer Qualität“ und eine „ungeheuerliche Gewalttat“. Reker wurde 2015 von einem rechtsextremen Attentäter mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.

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Im Fall der jüngsten Droh-Mails haben die Berliner Staatsanwaltschaft und das Berliner Landeskriminalamt die bundesweiten Ermittlungen übernommen.

Von RND/lis/dpa

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