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Deutschland / Welt NRW-CDU will Parteimitarbeit auch aus der Ferne erlauben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt NRW-CDU will Parteimitarbeit auch aus der Ferne erlauben
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10:02 19.10.2019
Der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionsvorsitzende Bodo Löttgen hat Vorschläge für eine Parteireform. Quelle: Henning Kaiser/dpa
Berlin

Die CSU-Parteireform verstärkt auch in der CDU Bestrebungen zur Veränderungen. Im Fokus steht hier eine Änderung des Residenzprinzips, das bislang vorschreibt, dass Parteimitglieder sich nur an ihrem Wohnort kommunalpolitisch betätigen dürfen.

„Wenn neue Formen der Partizipation möglich sind, bekommen die Parteien auch wieder Luft unter die Flügel“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende im nordrhein-westfälischen Landtag, Bodo Löttgen, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Samstag): „Die Parteien brauchen neue Beteiligungsformen und daran angepasste Strukturen. Das bedingt, die Regelungen des Parteiengesetzes zu überprüfen und an die Lebenswirklichkeit anzupassen.“

Vom Bodensee nach NRW

Wer etwa am Bodensee wohne, weil er dort studiere, könne sich nicht in seinem Heimatort in NRW kommunalpolitisch engagieren, obwohl dies technisch durchaus machbar sei.

Löttgen sagte, die Veränderungen seien auch eine Antwort auf die unter anderem von der Jungen Union (JU) erhobenen Forderung einer Urwahl des Kanzlerkandidaten. „Hinter der Forderung nach einer Urwahl steckt der Wunsch, die Parteiarbeit transparenter zu machen“, sagte er.

Die CSU stimmt auf ihrem Parteitag am Samstag über eine Parteireform ab. Vorgesehen sind unter anderem die Einführung von Onlinemitgliedschaften und eine Verschärfung der Frauenquote für innerparteiliche Gremien. Die Einführung einer Urwahl hatten die Delegierten des Parteitags am Freitagabend abgelehnt.

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Von Daniela Vates/RND

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