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Deutschland / Welt Mordfall Lübcke: Verdächtiger Stephan E. legt Geständnis ab
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Mordfall Lübcke: Verdächtiger Stephan E. legt Geständnis ab
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12:44 26.06.2019
Walter Lübcke (CDU) . Quelle: Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa
Berlin

Der Verdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan E., hat am Dienstag ein Geständnis abgelegt. Das erklärte Generalbundesanwalt Peter Frank am Mittwoch im Innenausschusss des Bundestages, wie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in Teilnehmerkreisen bestätigt wurde. Demnach habe E. angegeben, alleine gehandelt zu haben.

Wie Abgeordnete berichteten, sagte Frank, der Tatverdächtige habe angegeben, alleine gehandelt zu haben. Die Frage nach dem Motiv blieb zunächst offen. Der 45-Jährige ist mehrfach vorbestraft und hatte zumindest in der Vergangenheit Kontakte zur rechtsextremen Szene.

Reaktion auf Aussagen zur Flüchtlingskrise

Der „Spiegel“ berichtet, seine Tat sei eine Reaktion auf Lübckes Aussagen über Flüchtlinge im Oktober 2015 gewesen. In der damaligen Debatte sprach sich der CDU-Politiker dafür aus, flüchtende Menschen aufzunehmen.

Im Rahmen der Asyldebatte sagte Lübcke vor vier Jahren: „Da muss man für Werte eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.“

Video: Stefan E. hat Mord gestanden

Seehofer: „Aufklärung geht weiter“

Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte, dass die Untersuchung „nicht abgeschlossen“ sei. Und weiter intensiv gearbeitet wird, „ob es Mitwisser oder -täter gab“. Laut Teilnehmern des Innenausschusses soll sich Seehofer auch für ein Verbot der rechtsextremen Gruppe „Combat 18“ ausgesprochen haben.

Horst Seehofers Aussagen im Video:

In der Sitzung habe der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, gesagt, der Verfassungsschutz müsse künftig beim Kampf gegen Rechtsextremismus besser aufgestellt werden.

Der CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni mit einer Schussverletzung im Kopf auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen bei Kassel entdeckt worden. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Lübcke war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden.

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