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Deutschland / Welt Moorbrand im Emsland: Bundeswehr zahlt mehr als 600.000 Euro Schadensersatz
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Moorbrand im Emsland: Bundeswehr zahlt mehr als 600.000 Euro Schadensersatz
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13:35 01.04.2019
Rauchwolken steigen beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen auf (Archivfoto). Quelle: Lars Schröer/dpa
Berlin

Für Schäden nach einem Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle bei Meppen im Emsland hat das Bundesverteidigungsministerium bereits mehr als 600.000 Euro an Betroffene ausgezahlt. Das geht aus einem Bericht des Bundesministeriums für Verteidigung an den Verteidigungsausschuss des Bundestages hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Laut Bundesverteidigungsministerium sind mit Stand 8. März 2019 beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIDUBw) und der Schadenannahmestelle des Bundeswehrdienstleistungszentrums Leer in Meppen insgesamt 296 Schadensmeldungen im Zusammenhang mit dem Moorbrand in Meppen gemeldet worden. Davon habe das Verteidigungsministerium bisher 198 voll und 14 teilweise mit einem Gesamtbetrag von 106.329,91 Euro reguliert.

Zusätzlich sei ein Ausgleich für weitere 36 Schäden aus dem Bereich der Landwirtschaft in Höhe von insgesamt 495.316,30 Euro erfolgt. Den Auszahlungen seien Einzelfallprüfungen vorausgegangen. Einige Anträge seien abgelehnt worden, weil die Schadenverursachung durch die Bundeswehr nicht hinreichend habe nachgewiesen werden können. Laut Ministerium sind „in letzter Zeit keine weiteren Anträge mehr eingegangen“.

Löscharbeiten dauerten mehr als fünf Wochen an

Als Grund für den großen Brand im Emsland gelten nach Angaben von Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) Schießversuche mit dem Unterstützungshubschrauber Tiger am 3. September vergangenen Jahres, der an gleich sechs Stellen Brände ausgelöst habe. Wechselnde Winde und detonierende Munition hätten die Löschmaßnahmen erschwert.

Außerdem sei eine Löschraupe durch einen technischen Defekt ausgefallen. Dadurch hätten auch tiefere Schichten des Moores in Brand geraten können. Die Löscharbeiten hatten seinerzeit mehr als fünf Wochen gedauert. Wegen des Brandes musste kurzzeitig Katastrophenalarm im Kreis Emsland ausgelöst werden.

Brände auf mehreren Truppenübungsplätzen im Sommer 2018

Schießübungen der Bundeswehr haben im Hitzesommer 2018 nach Angaben des Verteidigungsministeriums mindestens 32 Brände auf Truppenübungsplätzen entfacht. Bereits im vergangenen Oktober listete das Wehrressort neben dem über Wochen schwelenden Moorbrand bei Meppen weitere 31 Truppenübungsplätze auf, auf denen Feuer bekämpft werden mussten, darunter die in Bergen (Niedersachsen) und Hammelburg (Bayern).

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte bei einem Besuch ihrer Truppe Fehler eingestanden und sich bei den Bürgern entschuldigt.

Von Jörg Köpke/RND

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