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Deutschland / Welt Linke fordert deutliche Erhöhung des Arbeitslosengeldes
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Linke fordert deutliche Erhöhung des Arbeitslosengeldes
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21:26 21.04.2019
Katja Kipping Quelle: Britta Pedersen/dpa
Essen, Berlin

Linken-Parteichefin Katja Kipping fordert eine deutliche Erhöhung des Arbeitslosengeldes. „Das Arbeitslosengeld I schützt die Mehrzahl der Bezieher nicht vor Einkommensarmut“, sagte sie zur Begründung den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag).

Der Abstand zwischen dem Arbeitslosengeld und einem Einkommen, bei dem kein Armutsrisiko mehr bestehe, sei zudem in den vergangenen Jahren größer geworden. Diese „Armutslücke“ müsse geschlossen werden.

„Die Arbeitslosenversicherung versagt in der Breite beim Schutz vor Armut“, sagte Kipping. Niedrige Löhne und eine geschwächte Arbeitslosenversicherung seien eine sozial gefährliche Kombination: „Sie führen zu Armut.“ Die Linken-Chefin fordert ein Mindestarbeitslosengeld oberhalb der Armutsgrenze.

Mindestens über 1000 Euro Arbeitslosengeld

Das Arbeitslosengeld müsse in jedem Fall oberhalb der „armutsfesten Mindestsicherung“ von 1.050 Euro im Monat liegen, mit der ihre Partei Hartz IV ersetzen will, verlangte die Linken-Politikerin. Derzeit beträgt das Arbeitslosengeld I 60 Prozent des letzten Nettogehalts. Zu den Kosten ihrer Pläne machte die Parteichefin der Linken keine Angabe.

Kippings Forderung würde eine deutliche Erhöhung darstellen. Berechnungen der Linken zufolge bekam im vergangenen Jahr die Hälfte der Bezieher von Arbeitslosengeld weniger als 827 Euro ausgezahlt.

Kipping forderte zudem einen höheren Mindestlohn, gleiche Bezahlung von Männern und Frauen und eine Angleichung der Löhne zwischen Ost und West.

Interview:

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Von RND/dpa/ka