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Deutschland / Welt Land in Sicht: So war Greta Thunbergs Reise über den Atlantik
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14:28 28.08.2019
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg verbrachte 15 Tage auf dem Segelschiff. Quelle: imago images/Westend61/Getty/Montage
Stockholm

Am heutigen Mittwoch hat Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg die amerikanische Küste erreicht. Am 14. August war die Schwedin mit der Hochseejacht “Malizia II” im südenglischen Plymouth in See gestochen. Thunberg will im September unter anderem am UN-Klimagipfel und an mehreren Klimaprotesten teilnehmen. Da sie Flugreisen vermeidet, weil dabei viele klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt werden, befand sich die 16-Jährige zwei Wochen auf See. Über Twitter teilte sie ihre Eindrücke und Erlebnisse, gespickt mit vielen Fotos.

Aufgeregt schaute Thunberg an ihrem Abreisetag in die Kamera. "Das Wetter sieht gut aus", schreibt sie dazu. Wie geplant konnte die "Malizia II" gegen 15 Uhr auslaufen - begleitet von mehreren Booten und dem Jubel vieler Zuschauer. Der deutsche Profisegler Boris Herrmann hatte sich angeboten, die Klimaaktivistin die 3000 Meilen über den Atlantik zu bringen.

Am zweiten Tag 100 Seemeilen westlich von Cape Finisterre freute sich Thunberg auf Twitter über Delphine, die in der Nacht das Boot ein Stück begleitetet hatten. Auch schlafen könne sie "überraschenderweise gut". Am Freitag nach ihrer Abreise postet die Klimaschutzaktivistin ein Foto von sich mit ihrem Protestschild auf dem "Skolstrejk för Klimatet", also "Schulstreik für das Klima", steht. Auch in der 52. Woche der wöchentlichen Schulstreiks will sie nicht auf dem Streik verzichten - auch, wenn die Umgebung auf der Rennjacht ein wenig befremdlich wirkt.

Bereits auf diesem Foto sind die Wellen zu sehen, die die das Boot überwinden muss. "Das Leben auf der Malizia II ist wie campen auf einer Achterbahn", schreibt Thunberg am darauffolgenden Tag. Sie überstehe den teils heftigen Wellengang auf offener See allerdings gut. "Ich esse und schlafe gut und bin bisher auch nicht seekrank", postet sie. Auch Co-Skipper Casiraghi lobte die Schweden in einem Video: „Greta hält sich wirklich gut.“

Am 19. August hat die fünfköpfige Mannschaft der "Malizia II" bestes Wetter. Neben Greta Thunberg und Skipper Herrmann sind Thunbergs Vater Svante, Filmemacher Nathan Grossman, der die Reise dokumentiert, und Co-Skipper Pierre Casiraghi auf dem Foto zu sehen, das die Schwedin von nördlich der Azoren postet.

Auch Hermann postet regelmäßig von der Reise. Am 20. August zeigt er ein Foto, das die Spiele an Bord zeigt: Bei einem davon handelte es sich offenbar um eine Wette. So tippt Herrmann, dass die Ankunft in New York der 26. August um 12 Uhr sein wird. Greta Thunberg tippt demnach auf den 28. August. Wer Recht hat, ist nun schon mal klar.

Etwa nach der Hälfte der Reise schreibt Thunberg: "Auf See verliert man wirklich den Sinn für Zeit und man kann die Tage nicht unterscheiden. Man schläft, isst, schaut auf den Ozean."

"Raue Konditionen und hohe Wellen" schlagen den Reisenden hingegen am 12. Tag der Reise entgegen. In einem Video ist zu sehen, wie Wasser über das Boot schwappt. Thunberg hat Mühe sich zu halten, während Casiraghi das Schiff steuert. Auch am folgenden Tag, im Süden von Nova Scotia, bläst der Wind noch stark, so dass die Mannschaft zunächst mit einer verfrühten Ankunft in New York rechnet. Doch vor der Küste flaut er wieder ab - etwa 120 Meilen von Manhattan entfernt, kommt die Mannschaft nur mit geringer Geschwindigkeit voran.

Thunberg selbst fiebert der Ankunft an der amerikanischen Grenze anscheinend entgegen. Zu einem Bild von sich im Schiffsinneren schrieb sie am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter: „Home Sweet Home seit 14 Tagen. Bald letzten Abend an Bord der Malizia II. Morgen erreichen wir New York.“ Etwa acht Stunden später sieht Thunberg erste Lichter: "Long Island und New Your City voraus", schreibt sie zu einem entsprechenden Bild.

Am Mittag des 28. August (Ortszeit) erreichte die Malizia II mit Greta Thunberg schließlich Amerika.

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Lisa Neugebauer/RND

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