Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt Krankenkassenbeiträge könnten 2020 weiter sinken
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Krankenkassenbeiträge könnten 2020 weiter sinken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:11 17.06.2019
Gesundheitskarten verschiedener Krankenkassen. Quelle: Jens Kalaene/ZB/dpa
Berlin

Trotz der Abkühlung der Konjunktur werden die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr stabil bleiben oder sogar weiter sinken. Die Vorsitzende des Kassen-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, sagte am Montag, der konjunkturelle Abschwung werde sich bei der Krankenversicherung erst mit einer zeitlichen Verzögerung bemerkbar machen. 2020 könne dank der sehr guten Beschäftigungslage, hoher Tarifabschlüsse und steigender Renten noch mit einer positiven Einnahmeentwicklung gerechnet werden.

Pfeiffer sprach von einer stabilen Finanzlage der Kassen, wobei sie nicht ausschloss, dass es trotz wachsender Ausgaben insgesamt zu einer Beitragssenkung kommen könne. Einzelne Kassen mit sehr hohen Rücklagen seien ohnehin gesetzlich gezwungen, ihre Beiträge zu senken, um die Polster bis auf eine Mindestreserve abzubauen, betonte die Verbandschefin.

Keine genaue Prognose möglich

Anfang 2019 hatte es für rund die Hälfte der Versicherten Beitragssenkungen gegeben. Gegenwärtig liegt der Satz, den sich Versicherte und Arbeitgeber zur Hälfte teilen, im Schnitt bei 15,5 Prozent. Die Rücklagen von Kassen und Gesundheitsfonds summieren sich derzeit auf fast 28 Milliarden Euro.

Eine genauere Prognose zur Finanzsituation im kommenden Jahr wollte Pfeiffer allerdings nicht abgeben. So sei überhaupt noch nicht klar, welche zusätzlichen Ausgaben auf die Kassen durch die aktuellen Vorhaben der großen Koalition zukämen. Pfeiffer verwies unter anderem auf die Pläne der SPD für eine Grundrente, die die Kassen mit 1,6 Milliarden Euro belasten würden. Offen sei zudem, wie stark die Betriebsrentner bei den Krankenkassenbeiträgen entlastet werden sollen.

Die Kosten für die bereits abgeschlossenen Reformvorhaben bezifferte der Spitzenverband auf mehr als fünf Milliarden Euro für 2020. „Eine Ausgabenprognose für 2020 ist aufgrund des Reformnebels im Moment nicht möglich“, betonte Pfeiffer. Sie warnte zugleich die Politik, der gesetzlichen Krankenversicherung immer neue Ausgaben aufzubürden. Mit Blick auf die schwächere Wirtschaftsentwicklung sei nun „Zurückhaltung geboten“.

Von Timot Szent-Ivanyi/RND

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat noch immer an der Debatte um das Rezo-Video zu knabbern. In einem Interview gesteht sie nun Fehler im Umgang mit dem jungen Youtuber ein.

17.06.2019

In Deutschland sind die Investitionen in den Schienenverkehr 2018 auf 77 Euro pro Kopf gestiegen. Nach Einschätzung von Experten wäre aber mindestens die doppelte Summe notwendig, um im europäischen Vergleich vorne mitzuspielen.

17.06.2019

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen im Mordfall Walter Lübcke an sich gezogen. Sie geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter aus politischen Motiven handelte.

17.06.2019