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Deutschland / Welt Klöckner fordert Tabakwerbeverbot – auch für E-Zigaretten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Klöckner fordert Tabakwerbeverbot – auch für E-Zigaretten
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12:54 11.07.2019
„Dort, wo Menschen im öffentlichen Raum zwangsläufig zu Passivrauchern werden, ist es legitim und sinnvoll über Einschränkungen nachzudenken“: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Quelle: Lisa Ducret/dpa
Berlin

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fordert ein komplettes Tabakwerbeverbot. „Ob Filter- oder E-Zigarette: Alle derartigen Produkte, in denen Nikotin enthalten ist, sollten meiner persönlichen Meinung nach nicht mehr beworben werden dürfen. Weder auf Plakatwänden noch im Kino“, sagte die CDU-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Klöckner widersprach der Einschätzung, E-Zigaretten seien weniger gesundheitsschädlich. Zwar möge deren Nikotingehalt teils geringer sein – „gesundheitsschädlich ist er nach wie vor“, so die Ministerin.

Schluss mit Rauchen in der Öffentlichkeit?

Auch das Argument, E-Zigaretten seien hilfreich bei der Entwöhnung, wies Klöckner zurück: „Argumentiert wird, dass E-Zigaretten Raucher zum Ausstieg bewegen würden. Ich sage: Sie können aber auch zum Einstieg motivieren.“ Nun sei es am Bundestag, eine Gesetzesinitiative zum Tabakwerbeverbot auf den Weg zu bringen.

Zudem befürwortet Klöckner eine Einschränkung des Rauchens in der Öffentlichkeit: „Dort, wo Menschen im öffentlichen Raum zwangsläufig zu Passivrauchern werden, ist es legitim und sinnvoll über Einschränkungen nachzudenken.“

„Positiver Einstellungswandel“

Offene Fragen zu deren Umsetzbarkeit sollten nicht überbewertet werden, so Klöckner. Sie verwies auf die anfängliche Skepsis beim Rauchverbot in Gaststätten. „Heute wissen wir: Es geht. Und mehr noch: Es hat zu einem positiven Einstellungswandel geführt“, sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin dem RND.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich Ende Juni für ein Verbot von Tabakwerbung ausgesprochen, das in der Unionsfraktion im Bundestag hochumstritten ist. „Ich persönlich glaube, dass wir hier handeln sollten und die Sache zu einer Entscheidung bringen sollten“, sagte Merkel in der Regierungsbefragung im Bundestag. „Bis zum Jahresende werden wir eine Haltung dazu finden.“

In der vergangenen Wahlperiode war ein Anlauf für ein Außenwerbeverbot am Widerspruch der Union gescheitert.

Lesen Sie auch: Wie schädlich sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer?

Von kor/RND

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