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Deutschland / Welt Kanada setzt "Combat 18" und "Blood & Honour" auf Terrorliste
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Kanada setzt "Combat 18" und "Blood & Honour" auf Terrorliste
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11:00 27.06.2019
Eine sichergestellte Maschinenpistole Quelle: Boris Roessler/dpa
Berlin

Kanada hat erstmals zwei rechtsextreme Organisationen auf seine Terrorliste gesetzt. Die kanadischen Sicherheitsbehörden veröffentlichten am Mittwoch eine aktualisierte Version der Liste, in der nun auch die Neonazigruppe "Blood & Honour" ("Blut und Ehre") und ihr bewaffneter Arm "Combat 18" ("Kampf 18") aufgeführt werden.

Anschläge und Morde

Zur Erklärung heißt es in der Liste, "Blood & Honour" und sein bewaffneter Arm „Combat 18“ sei eine internationales neonazistisches Netzwerk, das Morde und Bombenanschläge in Nordamerika und mehreren EU-Staaten verübt habe. Unter anderem wird der Mord an zwei Obdachlosen in Florida und ein Anschlag auf ein hauptsächlich von Roma-Familien bewohntes Haus in Tschechien aufgeführt.

Lesen Sie auch: Was wir über rechtsextreme Netzwerke in Deutschland wissen

Auf der kanadischen Liste von Terrororganisationen werden rund 60 Gruppen aus aller Welt aufgeführt. Bei den meisten handelt es sich um dschihadistische Gruppen.

In Deutschland ist "Blood & Honour" bereits seit dem Jahr 2000 verboten. Die Organisation hatte auch dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) geholfen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Mittwoch angekündigt, auch "Combat 18" in Deutschland verbieten zu wollen.

Gefahr durch rechtsextreme Szene

Auf der kanadischen Liste von Terrororganisationen werden rund 60 Gruppen aus aller Welt aufgeführt. Bei den meisten handelt es sich um dschihadistische Gruppen. Auf der Liste stehen aber auch gewaltbereite nationalistische Gruppen und linksgerichtete Guerilla-Gruppen.

Im vergangene Woche veröffentlichten Jahresbericht des kanadischen Geheimdienstes CSIS wird auf die Gefährlichkeit der rechtsextremen Szene hingewiesen. Seit 2014 seien mehrere gewalttätige Angriffe durch Täter verübt worden, die vom Rechtsextremismus beeinflusst seien, heißt es in dem Bericht.

Von tms/RND

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