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Deutschland / Welt „Stehe unter Schock“: Straches Ehefrau äußert sich nach dem Skandalvideo
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Stehe unter Schock“: Straches Ehefrau äußert sich nach dem Skandalvideo
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12:57 21.05.2019
Ein Foto aus dem Jahr 2016: Heinz-Christian Strache mit seiner Ehefrau Philippa. Quelle: imago images / Eibner Europa
Wien

Nach dem Skandalvideo und dem Bruch der Regierung in Österreich gerät wohl auch die Ehe des zurückgetretenen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache mit seiner Frau Philippa in eine Krise. „Ich stehe unter Schock und muss mich und meine Gedanken erst richtig sammeln“, sagte Philippa Strache am Montag dem Boulevardblatt „Heute“.

Ihr Mann müsse nun mit den Konsequenzen leben. „Mein Naturell ist es, immer nach vorne zu blicken. Auch jetzt! Meine gesamte Energie gilt nun meinem Kind und dem Tierschutz.“ Philippa Strache hatte am Neujahrstag den gemeinsamen Sohn Hendrik auf die Welt gebracht.

Ein Foto aus dem Jahr 2016: Hein-Christian Strache mit seiner Frau Philippa. Quelle: imago images / Eibner Europaimago images / Eibner Europa

Strache hatte sich bei seinem Rücktritt am Samstag auch bei seiner Frau entschuldigt. Er habe sich in dem Video von Ibiza aus dem Jahr 2017 „prahlerisch wie ein Teenager“ verhalten und mit „Macho-Gehabe“ die attraktive Gastgeberin, eine angebliche russische Oligarchen-Nichte, beeindrucken wollen.

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In dem von „Spiegel“ und „Süddeutscher Zeitung“ veröffentlichten Video hatte Strache der Frau unter anderem öffentliche Aufträge in Aussicht gestellt, sollte sie der FPÖ zum Erfolg bei den Nationalratswahlen 2017 verhelfen. Über die Frau sagte Strache: „Bist du deppert, die ist scharf.“

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Derweil betonte Strache selbst, dass er seine Unschuld beweisen will. „Wir werden die Hintermänner des kriminellen Videos und Dirty Campaignings aus dem Ausland gegen meine Person ausfindig machen und meine Unschuld beweisen“, schrieb Strache am Dienstag bei Facebook. „Dafür kämpfe ich!“

Die Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (WKStA) teilte mit, dass sie derzeit eine Vielzahl von Anzeigen im Zusammenhang mit dem Skandal-Video aus Ibiza prüfe. „Derzeit prüft die WKStA umfassend das Vorliegen eines Anfangsverdachtes“, heißt es in einer Mitteilung. Details zum Verfahren sowie Namen von Verfahrensbeteiligten wurden nicht bekannt gegeben.

Von RND/dpa/ngo

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