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Deutschland / Welt Trump beleidigt Londons Bürgermeister, erster Empfang nicht durch Queen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump beleidigt Londons Bürgermeister, erster Empfang nicht durch Queen
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13:53 03.06.2019
Donald Trump, Präsident der USA, und die britische Königin Elizabeth II. schritten bei Trumps letztem Besuch die Ehrengarde ab. Am Montag steht sein nächster Besuch an. Quelle: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa
London

Am Montagmorgen ist US-Präsident Donald Trump mitsamt seiner Familie in Großbritannien eingetroffen. Die Agenda seines einwöchigen Besuchs sieht hauptsächlich zeremonielle Zusammenkünfte vor – bekanntlich nicht Trumps Stärke.

Besonders mit der royalen Etikette nahm er es bei seinem Besuch vor einem Jahr nicht so genau und schockierte mit seinem plumpen Auftreten die Anhängerschaft des Königshauses. Nun die Frage: Übersteht Trump einen Besuch bei Queen Elizabeth II. diesmal ohne Fauxpas? Der Buckingham Palast hat das Prozedere des Staatsbesuchs extra geändert, wohl um die Zahl der Fettnäpfchen zu minimieren.

Wie die „Bild“-Zeitung kurz nach Eintreffen der Trumps im Buckingham Palace berichtet, scheint der Versuch bereits zu Beginn des Treffens gescheitert zu sein: Trump verzichtete bei der Begrüßung der Queen sowohl auf den Knicks, als auch auf die Verbeugung. Trotz geändertem Ablauf gehört das jedenfalls nach wie vor zur Etikette.

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Zum Beispiel ließ Trump Elizabeth II. im vergangenen Jahr 15 Minuten bei sommerlicher Hitze warten, ehe er zum Treffen auf Schloss Windsor eintrudelte.

Eigentlich ist es die Königin gewohnt, dass ihre Gäste überpünktlich erscheinen. Dieses Mal wird nun nicht die Queen den US-Präsidenten im Innenhof des Buckingham-Palasts empfangen, sondern der Thronfolger Prinz Charles.

Förmliche Anrede und Smalltalk

Er wird mit Trump auch die royale Leibgarde abschreiten – denn dies gelang dem Gast aus dem Weißen Haus beim letzten Besuch ebenfalls nicht fehlerfrei. Er schnitt der Queen mehrmals den Weg ab, ging vor ihr und wandte ihr den Rücken zu. Ein Unding nach britischem Verständnis.

Die übliche Verbeugung vor der Königin zu Beginn des Treffens vollführten weder Trump noch seine Frau Melania. Obwohl diese fehlende Geste viele als respektlos betrachteten, muss sich der Präsident als Staatsoberhaupt und US-amerikanischer Bürger streng genommen nicht daran halten.

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Weitere wichtige Punkte der königlichen Etikette, die Trump und seine Frau Melania Trump beachten müssen: die förmliche Anrede der Queen mit „Your Majesty“ beim ersten Mal und anschließend „Ma’am“, keine Begrüßung per Handschlag, erst Essen, wenn die Queen anfängt. Und ganz wichtig: nur Smalltalk – keine Gespräche über Politik, Sex oder Religion.

Schon in zahlreiche Fettnäpfchen getreten

Aber es ist bekannt: Mangelnde Umsichtigkeit im Umgang hat Trump schon in viele kleine Eklats verwickelt. Er scheitert schon an einfachen Umgangsformen, wie sich den Namen seiner Gesprächspartner richtig zumerken. Bei einem Treffen mit Apple-Chef Tim Cook im Weißen Haus im März hatte Trump von Tim Apple gesprochen.

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Noch mehr Fremdscham empfanden viele Zuschauer bei seinem Staatsbesuch in Frankreich, als er vor laufenden Kameras die Figur der Präsidentengattin Brigitte Macron lobte.

Dagegen vergleichbar harmlos: Bei Angela Merkels erstem Staatsbesuch in Washington gab er ihr beim Fototermin mit Journalisten auch nach mehrfacher Aufforderung nicht die Hand.

Trump beleidigt Londoner Bürgermeister

Kurz vor der Ankunft griff Trump bei Twitter noch den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan an, der gesagt hatte, dass der US-Präsident nicht mit einem Staatsbesuch geehrt werden sollte. Khan sei ein „eiskalter Loser“, „der nach allen Schilderungen einen schrecklichen Job als Bürgermeister von London gemacht hat“, urteilte Trump.

Khan hatte in einer Zeitungskolumne am Sonntag geschrieben, Trump sei „eines der ungeheuerlichsten Beispiele einer wachsenden globalen Bedrohung“ vom rechten Lager für die liberale Demokratie.

 

Von RND/lis/dpa

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